Donnerstag, 31. März 2016

Auf den Zahn gefühlt


Von Zeit zu Zeit verbringe ich beruflich immer wieder mal ein paar Tage in Bad Hönningen, nicht wirklich interessant, wenn man es verpasst, verpasst man nichts... Der Puls der Zeit schlägt dort schon lange nicht mehr, man erkennt aber noch gut, dass die Blütezeit irgendwann in den 80er Jahren gewesen ist. Wenn man dann ein paar Mal dort war, kennt man alle Lokalitäten, die etwas zum Essen anbieten, erwähnenswert ist auch das nicht unbedingt. Glücklicherweise gibt es aber in der näheren Umgebung Ausweichmöglichkeiten, die ich dann auch einmal ausprobiert habe.

Bei den letzten Besuchen habe ich verschiedenes (alles Empfehlungen von Kollegen vor Ort oder Bekannten) ausprobiert, hier ist mein Ranking, welches ich mit dem Schlechtesten beginne.

Burgermeisterei, Bad Honnef

Die Location selbst ist wirklich gut, einfach zu erreichen und mit ausreichend Parkplätzen, aber das Essen war bei weitem nicht so, wie es vom Hörensagen hätte sein sollen: die Pommes waren völlig überwürzt mit Salz und weiteren Gewürzen, das Fleisch war etwas trocken (und definitiv kein frischer Pattie), gleiches gilt für das Standard-Supermarkt-Brötchen. Das Essen war insgesamt ok und durchaus besser als die bekannten Ketten aber nicht einen weiteren Besuch wert.

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Huckleberry's, Siegburg

Das Restauratnt hat Anfang 2015 den Besitzer gewechselt, man sieht immer noch, dass es vorher eine typische deutsche Kneipe war, trotz der neuen Einrichtung, die eben nur teilweise und nicht konsequent durchgezogen worden ist. Aber nun zum eigentlichen Grund des Besuches, dem Burger: Durchschnitt. Das Fleisch war saftig, ich bin mir nicht ganz sicher, ob es ein selbstgemachter, frischer Pattie war, durchaus möglich. Leider war das Fleisch in einem Standardbun, wie auch in der Burgermeisterei, leider auch ein bisschen trocken, was den Genuss doch etwas geschmältert hat. Der Burger war besser als in der Burgermeisterei, aber trotz allem nicht gut genug, als dass man unbedingt nochmals vorbeischauen müsste.




Cowboys Burger, Koblenz

Mitten in der City, etwas schwierig, was die Parkplatzsuche angeht, aber für mich definitiv den Besuch wert (auch wenn ich von anderen schon gehört habe, dass sie dort nicht sehr begeistert waren).

Selbstgemachter Rindfleischpattie. Selbstgemachtes Bun bzw. von einem lokalen Bäcker. Handgeschnittene Pommes Frites. Es gibt auch Sweet Potato Fries auf der Karte. Alles frisch zubereitet, das Fleisch medium gebraten wie bestellt. so sollte ein Burger sein, geschmeckt hat er mir sehr gut.

Die Burger haben alle Namen mit Western-Bezug (wie der Name Cowboys auch nahelegt) wie z.B. Clint Eastwood, Django, Lucky Luke etc., Ich entschied mich für den Django Burger mit Jalapenos und Nachos. Ich wurde nicht enttäuscht, eine Lokalität, die ich sicher wieder besuchen werde.




Die Fette Kuh, Köln

Last but not least, die Fette Kuh. Vor kurzem habe ich es auch dann endlich einmal zusammen mit Camillo und Chris geschafft, dort einen Burger zu probieren.

Die Parkplatzsuche gestaltete sich recht schwierig (was wohl in Köln aber eher der Normalfall zu sein scheint), dafür hatte sich die Schlange aber auch deutlich verkürzt und wir bekamen nach kurzer Wartezeit unsere Burger serviert. Selbstverständlich medium (auf den Hinweis, dass ich ihn gerne medium hätte, kam nur ein erstauntes "Selbstverständlich, machen wir immer so!"), alles serviert in einem fluffigen Bun mit einer leckeren Sauce.

Ich hatte vorher schon viele Lobeshymnen über diesen Laden gehört und wurde hier ebenfalls nicht enttäuscht. Eine gute Alternative zum Bad Hönninger Nachtleben *hahaha*, leckeres Bier und diverse Fritz Erfrischungsgetränke gibt es auch. Hat mir geschmeckt und man wird mich dort auf jeden Fall wieder sehen....


Donnerstag, 17. März 2016

Neue Burger braucht das Land


Ich hatte es ja in einem vorherigen Beitrag schon angekündigt, dass ich ein paar Zutaten bekommen habe, welche ich in Burger einarbeiten möchte. Und falls sich jemand wundert, warum es hier seit einiger Zeit sehr viel mit dem Schwerpunkt "Burger" zu sehen gibt, so ist das relativ leicht zu erklären: ich arbeite an meinem zweiten Buchprojekt und es wird ein Burgerbuch. Da gibt es also viel zu grillen und zu probieren, denn jeder der mindestens 50 Burger muss zubereitet und dann fotografiert... und auch noch gegessen werden.

Doch zurück zu den Zutaten, die ich angesprochen hatte...

Da war einerseits Haggis. Haggis habe ich bei meiner Schottlandtour 2013 lieben gelernt und in verschiedensten Kombinationen verspeist... einfach nur angebraten oder zum Türmchen geschichtet zusammen mit Black Pudding und einer feinen Sauce... alles wirklich sehr lecker... wenn man Haggis mag!

Für diesen Burger habe ich den Haggis erst einmal gekocht, dann in Scheiben geschnitten und nochmals angebraten. Zusammen mit dem Rindfleischpattie und der Whisky-Sahne-Sauce einfach traumhaft... Natürlich wurde das alles nicht in einem normalen Bun serviert sondern stilecht in einem frisch gebackenen Scone.



Eine weitere Kreation, die im eigentlichen Sinne garnicht sehr spektakulär ist, ist ein einfacher Cheeseburger. Ok, nicht ganz so einfach, denn die Details sind nicht ganz offensichtlich. Für den Pattie gab es kein normales Rindfleisch, sondern Dry Aged Beef Abschnitte von Yourbeef.de, danke nochmals an Stefan, die ich dann selbst durch den Wolf gejagt habe, gewürzt mit etwas Salz. Dazu einen gereiften Cheddarkäse. Ein Salatblatt. Alles serviert im frischen Briochebun. Mehr braucht es nicht für den vollen Beefgeschmack! Eine Aromenexplosion!



Etwas schnörkeliger wurde es dann wieder beim Toreroburger, mit einem Rinderpattie mit Räucherpaprika und  gehackten Oliven verfeinert, einem Topping aus getrockneten Tomaten, Pimiento de padron, karamellisierten Zwiebeln und spanischem Käse. Abgerundet wurde das ganze dann noch mit leckeren Chorizochips... das Briochebun mit Chiliflocken war genau die richtige Ummantelung dafür.



Last but not least... eine Hommage an meinen 8-wöchigen Neuseelandaufenthalt vor 2 Jahren. Viele verbinden mit Neuseeland typischerweise Lamm. Das ist auch richtig, denn fast jedes Stück Lamm, das man hier in Europa zu kaufen bekommt, ist aus Neuseeland. Dafür bekommt man auch in Neuseeland kaum Lammfleisch, eher Schaf und Hammel. Und jede Menge Rind. Aber ich schweife ab. Zurück zum Burger. Typisch für Neuseeland ist aber auch die Passion für Rote Beete, üblicherweise nicht mein Lieblingsgemüse. Aber in einem kleinen Restaurant mitten in der Pampa habe ich eine Variante mit Ziegenfrischkäse bekommen, die mir wirklich sehr gut geschmeckt hat und die in ähnlicher Form hier nun für den Burger als Topping hergehalten hat. Passt hervorragend zu Lamm und schmeckt auch mehr. Zusammen mit der Scheibe Ziegenkäse auf dem Pattie und einer Scheibe krossem Bacon ein gutes Gesamtpaket!



Dienstag, 1. März 2016

Pulled Pork


Pulled Pork gehört zu meinem ersten Gericht aus dem klassischen amerikanischen BBQ, das ich vor einigen Jahren kennengelernt habe... und es war auf Anhieb genau mein Geschmack. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass mein einfacher Grill mit Lavasteinen nicht unbedingt das optimale Grillgerät ist und nach der Empfehlung von Camillo habe ich mir einen Outdoorchef Ascona 570 MX angeschafft. Die Wahl fiel auf einen Gasgrill, da andere Grills, wie z.B. mit Holzkohle nicht erlaubt waren für den Balkon. Eines der ersten Gerichte, dass ich auf diesem Grill dann gemacht habe, war ein Pulled Pork. Es war gut, wenn auch verbesserungswürdig.

Zwischenzeitlich grille ich zwar immer noch mit dem ODC, ein Monolith ist aber auch dazugekommen und wenn es nicht unbedingt schnell gehen muss, bevorzuge ich diesen holzkohlebefeuerten Grill. Speziell beim Pulled Pork muss ich sagen, dass der Keramikgrill ein wesentlich besserers Ergebnis liefert (wenngleich es auch lecker vom Gasgrill kommt), aber mit der Zeit wird man einfach anspruchsvoller, was das Resultat angeht.

Pulled Pork kommt in regelmässigen Abständen auf den Teller, die Zubereitungszeit ist mti ca. 10 Stunden ohne extrem frühes Aufstehen machbar, die Zubereitung selbst ist absolut stressfrei, wenn die Kiste mal angefeuert ist. Da bleibt genug Zeit, um am Samstag die Einkäufe zu erledigen oder, wie beim letzten Mal, noch ein paar Buns bzw. Toasties zu backen. Toasties habe ich vor einiger Zeit ausprobiert und sie haben mir echt begeistert. Definitiv eine gute Alternative zum standardmässigen Brioche Bun.