Freitag, 24. Juni 2016

Bücher, Bücher, Bücher


An dieser Stelle möchte ich zwei Bücher vorstellen, die vor einiger Zeit die Burgerszene wirklich ordentlich aufgemischt haben:


Zwischenzeitlich hat es ja bereits zahlreiche Rezensionen gegeben, weshalb ich an dieser Stelle nicht mehr in alle Details eingehen möchte und die Dinge, die schon mehrfach geschrieben wurden, nochmals zu wiederholen.

Den Anfang mache ich mit dem Burger Unser. Der erste Eindruck vermittelt definitiv, dass man hier ein hochwertiges Buch in den Händen hält. Hardcover, ein ordentliches Gewicht und ein edles, gleichzeitig schlichtes Cover.

Die Bandbreite des Inhalts ist ebenfalls hervorragend: von allgemeinem Hintergrundwissen über Buns, Saucen, Toppings bis hin zu wirklich ausgefallenen Burgerkreationen ist alles dabei, was das Herz Burgerliebhabers höher schlagen und den Gaumen frohlocken lässt. Insgesamt 68 verschiedene Burgerrezepte habe ich gezählt (die im Buch erwähnten 70 finde ich nicht, aber sei es drum), das legt die Messlatte definitiv auf ein neues Level.

Eine Klasse für sich sind die absolut perfekten Hochglanzbilder der Produkte. Und jetzt wird sich der ein oder andere wundern, warum ich genau an dieser Stelle meckere. Denn mir persönlich sind die Bilder zu perfekt, das ist klassische Foodfotografie vom feinsten. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie hier mit Pinzette, Pipette und welchen Hilfsmitteln auch immer gearbeitet wurde. Wer ein Bilderbuch mag, richtig gute Fotos bestaunen will, der ist komplett richtig. Für Leute, die gerne nachkochen und auch ein vergleichbares Produkt wie auf dem Bild haben möchten, klafft eben eine Lücke. Da ich selbst bereits zahlreiche Burger selbst gemacht und fotografiert habe (diese danach auch warm verspeist habe), masse ich mir an, dass ich diesen Punkt etwas realistischer einschätzen kann. Es ist klagen auf hohem Niveau, definitiv.

Ein weiterer "Kritikpunkt", der aber einfach mit meinem persönlichen Gusto zu tun hat, ist der Schreibstil: natürlich hat man das biblische Thema aufgegriffen, aber ich denke, diese Art muss man mögen. Mein Ding ist es nicht, aber das schmälert in keinster Weise die Sache. Mir geht es um den Inhalt, um die Rezepte. Das ist alles einwandfrei, daher von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch.

Nun zum zweiten Buch, der Burger Bibel. Namentlich liegen die beiden Bücher sehr nahe beieinander, sind dann aber in der Ausführung unterschiedlich.

Auch hier wird eine gute Bandbreite an Informationen und Rezepten abgedeckt: Hintergrundinfos zum Thema Fleisch, Saucen, Toppings und natürlich eine ordentliche Portion abwechslungsreicher Burgerrezepte. 24 Stück an der Zahl, deutlich weniger als im Burger Unser.

Nun geht es zu den beiden Punkten, die ich auch beim ersten Buch etwas näher beleuchtet habe, zuerst die Bilder. Auch hier hat es schöne Bilder der fertigen Produkte, die mir persönlich authentischer erscheinen. Gewiss wurde auch hier im Fotostudio etwas nachgeholfen, aber man bekommt als Hobbykoch und -fotograf durchaus das Gefühl, dass man einerseits das Produkt, aber auch die Bilder, so hinbekommen könnte.

Der zweite Punkt, der Schreibstil. Auch hier punktet die Burger Bibel (zumindest bezogen auf meinen persönlichen Geschmack), die biblischen "Anwandlungen" empfinde ich als weniger aufdringlich, die "10 Gebote", die immer wieder mit eingearbeitet sind, lassen sich für mich leichter ausblenden und überlesen. Auch hier ist es kein richtiger Kritikpunkt, da es gewiss Leser gibt, die diese Art lieben werden. Inhaltlich werden tolle Rezepte geboten, die zum Ausprobieren anregen, so sollte ein Kochbuch schliesslich sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier zwei wirklich tolle Bücher vorliegen, die man als Burgerliebhaber definitv im Buchregal haben sollte.


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