Sonntag, 6. Oktober 2019

French Toast Burger


Manchmal macht ja bekanntermassen aus der Not eine Tugend, dass das nicht immer nur ein Kompromiss sein muss, zeige ich Euch jetzt hier.

Am Anfang der Idee stand die Tatsache, dass ich vom Wochenende noch einen halben Hefezopf übrig hatte, der dann bis zur Wochenmitte doch etwas trocken geworden war. Eine gute Verwendungsmöglichkeit ist hierfür French Toast, auch bekannt als Arme Ritter, in diesem Fall aber nicht süss sondern in einer herzhaften Variante... Fleisch für Burger habe ich prinzipiell immer vorrätig und so war dann auch schnell die Idee für einen Burger geboren.

Eier, Salz, Pfeffer und Chiliflocken bildeten die Basis zum Einweichen der Hefezopfscheiben, das nächste Mal muss ich einfach darauf achten, dass ich die Scheiben noch etwas länger in der Flüssigkeit ruhen lasse. Anschliessend wurden die Scheiben, die als Bunersatz dienen auf der Gussplatte bei mittlerer Hitze angebraten. Die Platte sollte nicht zu heiss sein, sonst verbrennt alles zu schnell.






Im Anschluss die Hitze richtig hochdrehen und dann die länglich geformten Patties, hier kam, wie so oft, wieder Kabier von Sepp Dähler zum Einsatz. Zwei Minuten pro Seite reichen völlig für medium gebratene Patties, nach dem Wenden kam noch etwas Käse obenauf.



Die French Toast Scheiben wurden zusätzlich mit einer Trüffelmayonnaise bestrichen und nachdem die Unterhälfte mit dem Fleisch belegt war noch ein bisschen mit Frühlingszwiebel-Ringen bestreut. Deckel drauf und geniessen... so kann ich mir Resteverwertung gefallen lassen! Übrigens habe ich auch hier die Patties wieder nur gesmasht, die Konsistenz ist einfach sehr locker und saftig, wie man im Anschnitt auf dem letzten Bild deutlich erkennen kann!



Donnerstag, 26. September 2019

New BBQ Burger - neue Lektüre


Als Burgerliebhaber komme ich an einem Burgerbuch selbstverständlich nicht einfach so vorbei und "New BBQ Burger" ist definitiv ein spezielles Buch. Wer einfach ein weiteres Buch zum Thema Burger erwartet, ist hier an der falschen Adresse, denn hier sind Burger auf einem hohen Niveau, die auch entsprechende Zutaten und Zubereitungszeit benötigen.

Im Vorwort geht es natürlich erst einmal um diverse Hintergrundinformationen zum Thema Burger, der Zubereitung und verschiedenen Hilfsmitteln und Werkzeugen.

Dann geht es auch gleich los mit den Burgern. Mir fällt dabei auf, und das ist auch anderenorts der Trend, dass nahezu alles, was zwischen zwei Brötchenhälften geklemmt daherkommt, als Burger bezeichnet wird. Ich bin da nach wie vor der Meinung, dass es sich dabei um ein Sandwich handelt, ein Burger besteht für mich aus gewolften Fleisch, Fisch, Huhn etc.

Nichtsdestotrotz gibt es auch in diesem Buch ganz tolle Rezepte, die auf jeden Fall den Speichelfluss massiv anregen und den Magen zum knurren bringen!

Wirklich schön finde ich persönlich den Abschnitt mit den Dessertvarianten, das macht man leider viel zu selten, dabei lassen sich hier ganz tolle Dinge zaubern. Ich selbst hatte schon die Idee, auch mal zum Nachtisch einen "Burger" zu servieren, bis jetzt ist das allerdings immer wieder im Sande verlaufen. Mit diesem Buch sollte sich das allerdings ändern!

Hier noch das Buch in kurzer Übersicht:
  • Gebundene Ausgabe mit 152 Seiten und zahlreichen Farbfoto
  • Edition 99pages by Heel (Heel Verlag GmbH)
  • ISBN: 978-3958433205
  • Abmessungen: 212 x 264 mm

Wer Interesse an dem Buch haben sollte, den bringt ein Klick auf das Bild direkt zum Angebot bei Amazon (*). 






Mit (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliatelinks.

Freitag, 13. September 2019

Burgerfest in Prag


Seit 8 Jahren dreht sich am ersten Septemberwochenende in Prag alles um Burger! Und zwar im grossen Stil... hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt!



Das Veranstaltungsgelände ist wirklich hervorragend für den Event geeignet. Im Prinzip aufgebaut wie eine Art Amphitheater hat man in der Mitte des Areals den Bereich für die Musik- und die Show-Cooking-Bühne, darum herum warum hauptsächlich Promo-Stände des Hauptsponsors Jack Daniel's sowie verschiedene Stände mit Burgern angeordnet. Auf der oberen Ebene, von der man einen wunderbaren Blick über das gesamte Gelände hat, fand man eine grosse Streetfoodmeile mit aller Art von Burger.

Bei noch durchwachsenem Wetter wurde die Veranstaltung am Samstag durch Zed Strizek, Inhaber des Burgerrestaurants Bejzment in Prag, und dabei die verschiedenen Teilnehmer für die Kochshows und die teilnehmenden Teams des KCBS-Wettbewerbes vorgestellt.



Wie bereits erwähnt waren im Bereich oberhalb der Bühnen diverse Burgerstände (ich meine mich an eine Zahl von 40 bis 50 zu erinnern), die wirklich alle erdenklichen Variationen anboten und wirklich jeder sollte hier auf seine Kosten gekommen sein. Hier eine kleine Auswahl:








Die zuvor erwähnten Kochshows wechselten sich mit diversen Bands und lokalen Stand-Up-Comedians ab, zum Einsatz kamen hier u.a.:













Neben den zahlreichen Auftritten von Musik- und Kochkünstlern auf beiden Bühnen, fand am Sonntag Nachmittag noch ein Burgerwettessen statt. Über Sinn und Unsinn möchte ich an dieser Stelle weder urteilen noch diskutieren, ich berichte einfach nur über die diversen Aktivitäten. Neben 8 Männern nahmen auch zwei Frauen den Mund gehörig voll und versuchten sich daran, 5 kleine Burger, 2 Portionen Pommes und eine grosse Dose Bier schnellstmöglich zu vertilgen.



Jetzt ein Schwenk hinter die Burgerarena zum Gelände der KCBS-Teams, die sich am Freitag und frühen Samstag eingefunden hatten. Freunde und Bekannte wurden begrüsst und gerade noch am Freitag eine sehr gemütliche Zeit miteinander verbracht, bevor es dann Samstag Nacht ernst wurde, weil Sonntags die Abgaben ab 12.00 Uhr auf dem Plan standen. 13 Teams hatten sich eingefunden, um dann um das ausgeschriebene Preisgeld von 4000 Euro um die Wette zu grillen und der Jury (ich war ebenfalls in der Jury) gutes BBQ zu präsentieren.

Bei einer sehr ungewöhnlichen Siegerehrung wurde dann BBQ SunCity Szeged zum Grand Champion und Sale & Pepe zum Reserve Grand Champion gekürt. Dragon BBQ landete auf Platz 3, Westside BBQ auf Rang 4.






Das Finale des achten Burgerfestes wurde mit einer unterhaltsamen Show von Ted Reader aus Kanada eingeläutet. Aus meiner Sicht war es eine unterhaltsame Show, bei der ich die Möglichkeit hatte, auch wieder direkt auf der Bühne zu fotografieren und ihm bei der Arbeit sprichwörtlich über die Schulter zu schauen... ein paar gute Ideen konnte ich dabei durchaus auch aufgreifen...





Dieses Jahr war meine erste Teilnahme beim Burgerfest, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich auch nächstes Jahr wieder dabei sein werden!

In diesem Artikel habe ich versucht, mich auf ein paar Bilder zu beschränken, mehr Bilder finden sich auf meiner Facebook-Seite: http://bit.ly/BurgerfestPrag



Donnerstag, 22. August 2019

Kartoffeln mit dem gewissen Extra!


Eine sehr leckere Beilage, die zwar ein bisschen Vorbereitung braucht, aber bis jetzt bei jedem Essen das absolute Highlight für die Gäste war: Kartoffeln mit Kartoffelbrei-Füllung.

Da diese Kartoffeln als Beilage zu diversen Fleischgerichten dienten, habe ich hier bisher eine Kartoffel pro Person eingeplant und bin damit auch gut gefahren. Allerdings hat diese Beilage ein hohes "Suchtpotenzial", so dass man durchaus auch ein paar mehr machen kann.

Die Kartoffeln werden mit Schale im Salzwasser vorgekocht, dann halbiert und ausgehöhlt, so dass ein dünner Rand stehenbleibt. Die ausgehöhlten Kartoffeln kann man erst einmal zur Seite stellen und weiter abkühlen lassen.

Aus dem herausgeschabten Teil macht man jetzt ein französisches Kartoffelpüree, d.h. auf die Menge Kartoffelstampf kommt die gleiche Menge Butter. Keine Milch, keine Sahne, nur Butter! Alles feinpürieren und am Ende - damit es auch wirklich fein ist - durch ein Sieb streichen. In meinem Fall habe ich zusätzlich in einer Pfanne noch Guanciale-Würfel ausgelassen und in dem Fett anschliessend noch Zwiebeln karamellisiert. Den Speck und die Zwiebeln habe ich dann zusätzlich noch in das Kartoffelpüree gegeben.

Die ausgehöhlten Kartoffeln kann man nun im Guancialefett rundherum goldbraun anbraten, ich mache das gerne in einer Gusspfanne, das gibt es eine wirklich schöne Kruste. Dann werden die Hälften mit dem Püree gefüllt, geriebener Käse darübergegeben und nun nochmals bei ca. 180 °C überbacken bis der Käse zerlaufen und goldbraun ist.

Serviert zu diversem Fleisch oder einfach auch ohne etwas, sind diese gefüllten Kartoffeln das Highlight bei jedem Essen!



Mittwoch, 24. Juli 2019

Garage Inc.


Nein, hier geht es nicht um Metallica, aber um ein Menu vom Grill serviert im Büro/Garage von Ted, das mindestens genauso gerockt hat, wie das im Titel genannte Album!

Am letzten Tag vor meiner Abreise hatte Ted mich noch zu einem - wie er sagte - kleinen Lunchmenu eingeladen. Als ich gegen 09.30 Uhr eintraf, herrschte schon ein reges Treiben und einige  Grills rauchten vor sich hin.



Der erste Gang. Gesmokte Entenunterkeulen, die mit etwas Glasur gefinisht wurden... butterzart, sehr schmackhaft und ein wunderbarer Auftakt! Erfreulicherweise konnte ich dann feststellen, dass auch hier immer fleissig fotografiert wird, bevor man mit dem Essen beginnt, ich befand mich als in bester GEsellschaft... Instagram und Co. wollen schliesslich auch gefüttert werden.





Nachdem der erste Gang fotografiert und anschliessend verspeist war, ging es schon weiter mit der nächsten Runde. Vereinfacht gesagt waren es Tacos mit Skirtsteak vom Schwein, aber auch in diesem Fall war die Zutatenliste lang und die Zubereitung komplexer, als es sich hier darstellen lässt... aber eines kann es sicher sagen: die Dinger waren verdammt lecker!





Bei Gang Nummer 3 war es eine grüne Spargelcremesuppe, mit einer Einlage aus Quark mit gehackten Shrimps sowie geräuchertem Aal... klingt auch wieder ganz simpel, war aber geschmacklich ein weiteres Highlight.




Danach kam gesmokter, mit Schweinehack gefüllter, Shellfish auf den Tisch. Ok, ein bisschen mehr als Schweinehack war es schon, aber alle Details will ich hier auch nicht verraten... nur soviel: die Kombination aus Meeresfrüchten und Schweinefleisch... sehr lecker!


Zwischendurch dann Gang 5: quick and dirty einfach ein paar zarte Spareribs gerubt mit dem neuen Bollywood Bone Dust. Geil!



Der letzte Gang war denn schlussendlich auch der Höhepunkt des gesamten Menus: eine Ramensuppe aus gesmoktem Truthahn, mit angegrilltem und in Streifen geschnittenem Tintenfisch als "Nudeln", dazu obendrauf ein Schweinefleischburger in Streifen geschnitten und etwas Frühlingszwiebeln. Eine mega Kombination, die ich in abgewandelter Form sicher auch einmal austesten muss!