Mittwoch, 24. Juli 2019

Garage Inc.


Nein, hier geht es nicht um Metallica, aber um ein Menu vom Grill serviert im Büro/Garage von Ted, das mindestens genauso gerockt hat, wie das im Titel genannte Album!

Am letzten Tag vor meiner Abreise hatte Ted mich noch zu einem - wie er sagte - kleinen Lunchmenu eingeladen. Als ich gegen 09.30 Uhr eintraf, herrschte schon ein reges Treiben und einige  Grills rauchten vor sich hin.



Der erste Gang. Gesmokte Entenunterkeulen, die mit etwas Glasur gefinisht wurden... butterzart, sehr schmackhaft und ein wunderbarer Auftakt! Erfreulicherweise konnte ich dann feststellen, dass auch hier immer fleissig fotografiert wird, bevor man mit dem Essen beginnt, ich befand mich als in bester GEsellschaft... Instagram und Co. wollen schliesslich auch gefüttert werden.





Nachdem der erste Gang fotografiert und anschliessend verspeist war, ging es schon weiter mit der nächsten Runde. Vereinfacht gesagt waren es Tacos mit Skirtsteak vom Schwein, aber auch in diesem Fall war die Zutatenliste lang und die Zubereitung komplexer, als es sich hier darstellen lässt... aber eines kann es sicher sagen: die Dinger waren verdammt lecker!





Bei Gang Nummer 3 war es eine grüne Spargelcremesuppe, mit einer Einlage aus Quark mit gehackten Shrimps sowie geräuchertem Aal... klingt auch wieder ganz simpel, war aber geschmacklich ein weiteres Highlight.




Danach kam gesmokter, mit Schweinehack gefüllter, Shellfish auf den Tisch. Ok, ein bisschen mehr als Schweinehack war es schon, aber alle Details will ich hier auch nicht verraten... nur soviel: die Kombination aus Meeresfrüchten und Schweinefleisch... sehr lecker!


Zwischendurch dann Gang 5: quick and dirty einfach ein paar zarte Spareribs gerubt mit dem neuen Bollywood Bone Dust. Geil!



Der letzte Gang war denn schlussendlich auch der Höhepunkt des gesamten Menus: eine Ramensuppe aus gesmoktem Truthahn, mit angegrilltem und in Streifen geschnittenem Tintenfisch als "Nudeln", dazu obendrauf ein Schweinefleischburger in Streifen geschnitten und etwas Frühlingszwiebeln. Eine mega Kombination, die ich in abgewandelter Form sicher auch einmal austesten muss!






Freitag, 5. Juli 2019

Burger in Toronto


Während meiner knapp 2 Wochen Aufenthalt in Toronto, habe ich auch zahlreiche Burger getestet, 8 Restaurants waren es, um genau zu sein, hier ist meine persönliche Rangliste (in Klammer ist der jeweilige Burger aufgeführt, den ich dort gegessen habe).



Platz 8: Harry's Drive In (Homemade Burger)

Die Kritiken, die ich vorher gelesen hatte, waren garnicht schlecht und so bin ich auch der Empfehlung gefolgt, nicht den Standard sondern den Homemade Burger zu nehmen. Ehrlich gesagt hat mich der Burger nicht sehr überzeugt, optisch ähnlich unspektakulär wie noch mindestens ein anderer auf der Liste (Platz 4), aber geschmacklich eher langweilig und nicht weiter erwähnenswert. Für mich eher nach dem Motto: probiert und für nicht wiederholenswert befunden.







Platz 7: The Burgernator (The Bazooka Jr.)

Optisch schon deutlich besser war der Burger bei dieser Platzierung. Das an der Wand gezeigte Manifest lässt Gutes hoffen und über Geschmack und Optik kann man prinzipiell auch nicht meckern.... ABER: nach dem Verzehr des Burgers überkam mich den Rest des Tages eine derart abartiger Durst (und auch Nachgeschmack), der förmlich nur so nach Glutamat geschrieen hat. Das mag nun nicht gleich zwingend verwerflich sein, aber wenn man Burger als "pure", "natural" etc. anpreist, dann sollten sie auch so sein.







Platz 6: Topgun Burger (Hellcat)

Topgun Burger zieht das Konzept von Topgun durch seinen Laden und das Menu durch, warum auch nicht. Der verspeiste Cheeseburger war solide, aber jetzt auch nicht herausragend. Eine gute Wahl, wenn man gerade am Kensington Market ist und Lust auf einen Burger verspürt.







Platz 5: Shamrock Burgers (Rockstar mit Monterey Jack)

Bei Shamrock Burgers, einem Laden den es bereits seit 1967 gibt es zu den wirklich guten Burgern auch die klassischen Milkshakes. Den Burger Selbst kann man mit den Zutaten selbst zusammenstellen, neben Monterey Jack Käse mit Jalapenos gab es bei mir noch karamellisierte Zwiebeln und Essiggurken. Das Fleisch war gut, das Bun sicher vom lokalen Bäcker, aber leider etwas trocken, nicht ganz frisch.







Platz 4: Johnny's Hamburgers (Cheeseburger)

Die perfekte Adresse seit über 50 Jahren, wenn einen der schnelle Hunger packt. Überschaubares Menu (vollkommen in Ordnung) und die Zutaten stellt man sich letztlich auch zusammen. Hier habe ich es ebenfalls schlicht gehalten und den Cheeseburger lediglich durch karamellisierte Zwiebeln, Essiggurken und etwas Sauce ergänzt. Auch hier sicherlich kein optisches Highlight, aber der Geschmack war auf den Punkt, kein Wunder, dass ich beim Warten dort Leute kennengelernt habe, die seit über 30 bis 40 Jahren regelmässig hier ihre Burger verspeisen.







Platz 3: The Burger's Priest (California Classic)

Burger's Priest Filialen gibt es über die ganze Stadt verteilt und das Feedback war sehr unterschiedlich, eventuell hängt die Qualität auch vom jeweiligen Standort ab. Mein California Classic war auf jeden Fall sehr lecker, ein geiles (beidseitig aussen angebratenes) Bun mit einem fluffigen Smashed Pattie und den bekannten wenigen Beilagen, schliesslich will ich ja den Burger schmecken. Geiles Teil!







Platz 2: McCoy Burger (Ted Reader Signature)

Wann hat man schon einmal die Möglichkeit einen Signature Burger (wie in diesem Fall den von Ted Reader), zusammen mit dem "Erfinder" zu geniessen und ihn dann auch noch vom Chef des Ladens persönlich zubereitet zu bekommen? Ich hatte das Vergnügen, in den Genuss genau dieser Kombination zu kommen.

Die Zutatenliste ist aus meiner Sicht typisch Ted, nämlich relativ lang: zwei frische (smashed) Rindfleischpatties (sollte selbstverständlich sein!), Spezialgewürzmischung, Monterey Jack Käse und zwei Scheiben knuspriger Bacon., dazu nochdie Crazy Canuck Sauce, frische Zwiebeln, eingelegte Jalapeños, Tzatziki-Sauce und knusprige Poulethaut. Serviert in einem Kartoffelbun und obendrauf noch eine gerollte Scheibe Bacon!







Platz 1: Maple Leaf Tavern (Cheeseburger)

Nun sind wir bei meinem persönlichen Lieblingsburger angelangt, den ich in der Maple Leaf Tavern gegessen habe. Preislich etwas höher angesiedelt (rechnet man die Fritten mit rein, dann ist der Unterschied allerdings garnicht mehr so gross), aber qualitativ allerdings auch auf einem anderen Level. Grob gewolftes Hackfleisch (in diesem Fall: Striploin), perfekt medium gebraten und extrem saftig,  als Basis eine hausgemachte Knoblauchmayonnaise sowie als Topping Käse und ein Dill-Relish. Die mit Kräutern verfeinerten Fritten machen die Sache richtig rund!

Mehr muss man an dieser Stelle nicht sagen. Wer bereit ist, für einen richtig leckeren Burger mit Fritten 20 Kanadische Dollar auszugeben, der ist hier genau richtig...





Samstag, 22. Juni 2019

O Canada


Meine erste Reise nach Kanada und somit auch meine erste Reise nach Toronto... und was soll ich sagen: es war ein unglaublich tolles Erlebnis! Eine wirklich beeindruckende Stadt, die trotz der vielen Menschen keinesfalls hektisch wirkt (im Gegensatz zu z.B. London)...



Toronto ist das Paradebeispiel für eine multikulturelle Stadtkultur, was sich natürlich auch sehr deutlich in der Restaurantszene widerspiegelt. Bezüglich Essen gibt es hier nichts, was es nicht gibt. Ein gewisses Augenmerk hatte ich, neben diversen Leckereien, natürlich auch auf die typischen Touristensachen, wie z.B. den CN Tower, die Niagarafälle, Casa Loma etc.





Kulinarisch startete es gleich nach der ersten Nacht zum Frühstück bei Emma's Country Kitchen mit Eggs Benedict, einfach traumhaft!




Am Nachmittag ein Halt in Greektown... leckeres Chicken Souvlaki bevor es danach zum Zigarrerauchen ging...







Gutes BBQ darf natürlich bei so einer Reise nicht fehlen und somit war der Stopp bei Adamson Barbecue definitiv obligatorisch.







Meine weiteren Stopps waren dann im koreanischen Viertel, Chinatown und natürlich zahlreichen Burgerläden, hierauf werde ich in einem separaten Bericht eingehen.




Ein weiteres Highlight war für mich, dass ich mich mit Ted Reader treffen konnte, mit dem ich schon seit vielen Jahren über diverse soziale Medien in Kontakt bin und der auch das Vorwort zu meinem Burgerbuch "World Wide Burger" geschrieben hat, da wir es bis jetzt noch nicht geschafft hatten, uns persönlich kennenzulernen! Neben einem Nachmittag im Rahmen eines Caterings und einem Roadtrip durch Toronto, gab es auch noch ein Lunchmenu bei Ted, bei dem einige Grills glühten und viele leckeren auf mich und ein paar andere Gäste zukamen... dazu auch mehr in einem weiteren separaten Bericht.











Neben einen Zigarrenkollegen habe ich mich auch mit Alex Ross getroffen, der den Radionsender "Neversleep Networks" betreibt und der mit seinem Podcast "Speaking Duck" ebenfalls dazu beigetragen hat, dass mein Interesse für Toronto schon vor längerer Zeit geweckt wurde.



Mit Alex war ich dann auch bei einem authentischen und leckeren Koreaner namens Insadong sowie bei Beast, der Markknochen mit Schnecken und Pilzen war einfach nur phänomenal!







Eindrücklich war auch der Besuch im St. Lawrence Market, einer wirklich genialen Markthalle...














In Toronto gibt es natürlich noch weitaus mehr zu sehen und ich habe auch wirklich sehr viele Eindrücke sammeln können, in diesem kleinen Bericht habe ich einfach ein bisschen auf die kulinarische Seite gestützt... wobei auch hier natürlich nur ein kleiner Ausschnitt der vielfältigen Möglichkeiten gezeigt wird.