Freitag, 7. August 2020

Dead Or Alive Coffee Signature Burger Version 2


Vor ca. 2 Jahren habe ich mit DEAD OR ALIVE COFEE einen Signature Burger kreiert, in dem natürlich auch der gleichnamige Kaffee eingeflossen ist... gemahlener Kaffee im Rub und in flüssiger Form im Espresso-Balsamico-Jus. Zwischenzeitlich war es an der Zeit, diesem Burger, den ich bei verschiedenen Gelegenheiten schon machen durfte, ein Update zu verpassen.

Seit längerem hatte ich schon die Idee mit Kaffeebohnen zum Aromatisieren zu arbeiten, wie man es an anderer Stelle prinzipiell auch schon gesehen hat: Jörn von BBQ aus Rheinhessen hat hier Videos dazu und Ted hat beim W.E.S.T. ein schönes Roastbeef auf einem Heu-Kaffeebett gesmoked. Nachdem diese Idee nun schon eine Weile geschlummert hat, wurde sie durch den Lavendel, den ich regelmässig vor dem Küchenfenster sehe, zu neuem Leben erweckt... mir schwirrte etwas im Kopf herum mit Lavendel (der ja geschmacklich Rosmarin sehr ähnlich ist) und Kaffee...


Der erste Testlauf war dann allerdings nicht der Burger sondern ein schönes Lammrack, das auf voller Breite überzeugte! Eine dezente Aromatisierung des Fleisches und alles wunderbar zart und saftig, so wie es sein soll! Zur einfacheren Handhabung und um den Grill sauber zu halten, habe ich die Kaffeebohnen und den Lavendel in eine leere Zigarrenkiste gepackt. Wieder mal ein tolles Gericht, das zeigt, dass man auch ohne Sous-Vide arbeiten kann...



Gleich am nächsten Tag stand dann der Burger auf dem Programm, eine Version ebenfalls mit Lammfleisch, die zweite - wie so oft - mit Kabierfleisch von Sepp Dähler. Auf Salat habe ich dieses Mal verzichtet, in der letzten Zeit meine Burger eher salatlos. Topping bestand, wie bei der Ursprungsversion, wieder aus Zwiebeln, Guanciale di Valle del Reno und Pilzen, abgelöscht mit DEAD OR ALIVE Espresso-Balsamico-Jus. Die Patties wurden auf dem Bett aus Kaffeebohnen und Lavendel gesmoked bis ca. 50 °C Kerntemperatur und dann nochmals für eine schöne Kruste über die richtig heisse Gussplatte gezogen! Ein Beefer wäre hier sicherlich auch eine gute Wahl, es ging aber -wie in meinem Fall - auch ohne.










Donnerstag, 23. Juli 2020

Vegane Burger?


Vegane Burger gab es beim Veganerschreck natürlich nicht, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gelüstete es nach leckerem Fleisch: Rind, Poulet und Schwein stand auf dem Plan, verpackt in leckere Buns!

Wie auch im letzten Jahr machte ich diesen Kurs zusammen mit Pit.



Als Lehre aus dem Zeitmanagement des Kurses im letzten Jahr hatte ich die meisten Buns und 2 Sauerteig-Toastbrote am Vortag schon zu Hause vorbereitet, da ist es echt ein Vorteil, wenn man erst um 15 Uhr mit der Arbeit anfangen muss...




Damit die Teilnehmer nicht mit knurrendem Magen in den Tag starten mussten, gab es gleich nach der Begrüssung den ersten Burger. Der Smashed Onion Burger ist bei mir hier zum Standard geworden. Nach dem Motto "einfach, schnell und lecker" hatte kurze Zeit später jeder einen saftigen Burger in der Hand und wir schauten in glückliche Gesichter!




Die Buns sind inzwischen - nach vielen hundert gebackenen Exemplaren - kein Lotteriespiel mehr und gelingen zuverlässig in guter Qualität. Wer auf der Suche nach Bunrezepten ist, dem kann ich meine App empfehlen, in der ich einige Rezepte bereits zusammengetragen habe.


Als zweiter Burger folgte ein Pouletburger, für das Hack gab es eine Mischung aus Schenkel- und Brustfleisch, dazu Paprika und Zwiebeln als Topping, der Käse war direkt im Gemüse mit dabei... als Kontrast gab es noch Rucolasalat und einen Schuss BBQ-Sauce.



Für Burger Nr. 3 bereitete Pit vor Ort mit den Teilnehmern frische Bao-Buns zu, die dann mit einem Schweinefleischpatty und asiatisch angehauchtem Feuerplattengemüse serviert wurden! Eine leckere Schweinerei!




Zum Abschluss kam dann das Sauerteig-Toast zum Einsatz, das für einen Louis Lunch Hamburger Sandwich seine Verwendung fand. Tomaten, Zwiebeln und eine Käsecreme machten das Paket komplett, das ebenfalls bei allen Teilnehmern sehr gut ankam!

Wieder einmal ein sehr kurzweiliger Kurs, der auch uns beiden wieder sehr viel Spass gemacht hat!



Mittwoch, 8. Juli 2020

Das war die virtuelle Burgerreise


Dieses Jahr ist vieles anders, als man es zu Beginn vorgestellt hat... und um das Feriengefühl nach Hause zu holen, habe ich mit dem Start des National Burger Month auch meine virtuelle Burgerreise durch die USA auf den Spuren von George Motz gestartet.

10 verschiedene regionale Burger habe ich dabei vorgestellt, ich hatte auch die Möglichkeit ein interessantes Gespräch mit George selbst zu führen und ausgiebig über Burger zu plaudern...

Mir hat dieser Trip wirklich Spass gemacht und auch mir ein paar interessante Sachen aufgezeigt, die ich sicher hin und wieder auf den Tisch bringen werde... aber jetzt der Reihe nach, hier nochmal die Reise im Schnelldurchlauf:
  • Startpunkt der Reise in Oklahoma mit dem Smashed Onion Burger, meinem zwischenzeitlichen Standard-Burger

  • Stopp Nr. 1 in Prairie du Chin, Wisconsin, dort gab es den Poached Burger. Eine interessante Erfahrung, nichts für jeden Tag aber zwischendurch auf jeden Fall mal etwas anderes.














Sonntag, 28. Juni 2020

Burgerreise - Stopp 9


Zum Abschluss dieser virtuellen Bugerreise kommen wir nun in New Mexico an, genauer gesagt in Santa Fe. Im Santa Fe Bite (ehemals Bobcat Bite), gibt es den Klassiker der Region schlechthin, den Green Chile Cheeseburger. Der ein oder andere kennt ihn vielleicht schon aus meinem Buch World Wide Burger.


Wie macht man den Burger? Es beginnt, wie so oft, mit Zwiebeln, die in einer Gusspfanne angeschwitzt werden, dazu fein geschnittene Jalapeno- oder andere Chilischoten, je nach Geschmack. Hier habe ich Pfefferoni genommen. Den Saft kann man mit dazunehmen und alles ein bisschen einreduzieren.



Danach geht alles zusammen mit den Patties auf die Gussplatte. Nach dem Wenden der Patties kommt eine Scheibe Käse auf die Patties und jeweils eine Portion Chili-Topping darauf. Danach die Oberhälfte des Buns darauflegen und die Patties fertigbraten und servieren.

Mit diesem Burger passieren wir nun auch die Ziellinie unserer Burgerreise 2020. Ich hoffe, ihr hattet auch ein bisschen Spass dabei und freue mich natürlich auch über ein paar Bilder dieses letzten Burgers...





Sonntag, 21. Juni 2020

Burgerreise - Stopp 8


Der vorletzte Stopp unserer Burgerreise...  heute wieder etwas Spezielles, den Squealer in Seabrook, TX bei Tookie's Hamburgers & More. Was macht einen leckeren Burger noch besser? Genau, BACON! Und zwar nicht als Topping sondern im Patty selbst!



Auch bei diesem Burger kommen keine aussergewöhnlichen Zutaten zum Einsatz, der Schlüssel ist einfach nur Bacon. Da ich gerade keinen normalen Bacon im Haus hatte, habe ich kurzerhand von meinem Guanciale di Valle del Reno genommen, sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Grob gewürfelt, vorsichtig angebraten und dann nach dem Abkühlen unter das Hackfleisch gemischt und das Patty geformt.

Im nächsten Schritt, nach ca. 2 Stunden im Kühlschrank, dann auf der heissen Gussplatte angebraten, mit Käse versehen und anschliessen im angerösteten Bun serviert. Sehr geil dieser Squealer, trifft man doch bei jedem Biss auf leckere Bacon-Stückchen! Ein guter Versuch, den ich auf jeden Fall auch wiederholen werde! Auf den obligtorischen Salat und die Tomate habe ich verzichtet, aus meiner Sicht kein Verlust!





Sonntag, 14. Juni 2020

Burgerreise - Stopp 7


Nächster Halt: New Orleans in Louisiana. Dort gibt es im Port of Call einen leckeren Mushroom Cheeseburger, schon vom Anblick wird man hier hungrig. Ein Po Boy Burger wäre allerdings auch eine Alternative gewesen... aber wir lieben Pilze, daher war die Entscheidung hier einfach!



Auch hier ist die Zubereitung wieder denkbar einfach, aber extrem lecker. Zwiebel anrösten und danach die in feine Scheiben geschnittenen Pilze hinzugeben und alles auf niedriger Hitze rösten.

Parallel dazu werden zuerst die Bunhälften angeröstet und anschliessend die Patties gebraten. Eine Scheibe Käse darauf nach dem Wenden und mit den geschmorten Pilzen toppen. Ab ins Bun und geniessen!





Sonntag, 7. Juni 2020

Burgerreise - Stopp 6


Dann wieder eine längere Reise in den südlichsten Teil, runter in den Süden Floridas nach Miami. Dort angekommen suchen wir den Latin Burger & Taco Food Truck für den Latin Macho Burger, da ich den Frita, den Stereotypen für Miami bereits in meinem Buch habe und der Food Truck mindestens genauso kultig in der dortigen Szene ist.


Für alle, die nichts mit Frita anfangen können, hier ein kleiner Vorgeschmack, das Patty aus Rindfleisch und Chorizo ist unter einem Berg Shoestring Potatoes begraben... sehr leckere Kombination! Wer mehr wissen möchte, dem empfehle ich Seite 76 meines Buches "World Wide Burger"!


Aber heute geht es nicht um Frita sondern um den Latin Macho Burger, auch hier kommt Chorizo mit ins Spiel. Aber nicht nur Chorizo: in die Mischung kommt noch etwas Gewürzmischung, geraspelte Zwiebeln und Pankobrotbrösel (normalerweise mache ich das nicht, aber hier natürlich schon, um authentisch zu bleiben).


Für das Topping werden Zwiebeln angedünstet, geschnittene Jalapeños dazugegeben und alles mit etwas Zucker bei niedriger Hitze karamellisiert. Das Brot wird mit einer Paprikamayonnaise (gerösteten Paprika pürieren und mit Mayonnaise vermischen) bestrichen, dann kommt das angebratene Patty mit dem Käse und Topping kommen obenauf die Zwiebeln und Jalapeños. Ich habe das Patty wie immer medium gebraten, im Gespräch mit Kollegen aus Miami war die Rede von "gut durchbraten wegen der Chorizo". Letztlich sollte es dann doch jeder so machen, wie er es mag...