Dienstag, 14. Januar 2020

Chili Cheese Wings


Was ist noch besser, als leckere Chicken Wings? Klar, Chili Cheese Wings!

Auch das ist wieder ein sehr beliebtes Rezept aus meiner persönlichen Kategorie "einfach, schnell & lecker", denn viel muss man hierfür nicht tun.

Die Wings werden mit dem Lieblingsrub gewürzt, hierfür habe ich an dieser Stelle Pig Wing von Don Marco's BBQ benutzt. Die Wings werden dann ca. 45 Minuten bei 180 °C indirekter Hitze gegart. Anschliessend vom Grill nehmen und auf eine Zederholzplanke legen, etwas BBQ-Sauce darübergeben (hier hatte ich ebenfalls eine selbstgemachte Pflaumen-BBQ-Sauce mit einem leichten Hauch Schärfe, die man beispielsweise in meinem Burgerbuch "World Wide Burger" findet).


Nun eine Handvoll kleingeschnittener Jalapeños darüber verteilen (entweder frisch oder auch eingelegte) und mit Käse bestreuen.




Danach nochmals für ca. 10 Minuten in den Grill, so dass der Käse schmilzt und goldbraun wird. Das war's dann auch schon und das Fingerfood kann auf den Tisch...



Samstag, 28. Dezember 2019

Spanferkel


Im Laufe des Jahres habe ich viele Postings und Videos gesehen, bei denen es um die Zubereitung von Spanferkel ging, im Regelfall auf dem Spiess. Thematisch passt es auch jetzt ganz gut, denn in verschiedenen Regionen ist das Spanferkel zum Weihnachtsfest (sei es Ende Dezember - christlich - oder Anfang Januar - orthodox) auch ein traditionelles Gericht.

Im April diesen Jahres hatte ich die Gelegenheit bei der Zubereitung eines frisch geschlachteten Spanferkels in Bosnien mit dabei zu sein und dabei fiel sehr deutlich auf, dass man dort wesentlich pragmatischer zu Werke geht.





Beim Vorbereiten des Tieres merkt man bereits, dass die Leute dort mit der "Hausschlachtung", die hier im Garten vorgenommen wurde, seit Kindesbeinen vertraut sind. Mit einfach Hilfsmitteln wird hier sehr effizient gearbeitet und nach ca. 50 Minuten ab Schlachtung war das Schweinchen auf dem Spiess.



Thema Würzen: ich erwische mich ja selbst auch dabei, für Dinge, die es sicherlich nicht unbedingt brauchen, diverse Rubs zu benutzen, selbiges sieht man ja auch bei diversen Spanferkeln, die injiziert, gerubt und wasweissichnochalles werden. Auch das war hier pragmatisch und meine Frage nach zu verwendenden Gewürzen wurde kurz und knapp beantwortet: Sol. Also Salz. Mehr nicht.



Das Holzfeuer war schon eine Weile zuvor vorbereitet worden, heruntergebrannt und es gab eine ausreichende Glut.



Wie man auf den Bilder schön sehen kann, fand ein sehr einfacher Aufbau statt, bei dem Reflektoren aus Wellblech aufgestellt wurden, um die Hitze zum Grillgut zu bringen. Hilfsmittel wie z.B. Alufolie waren hier nicht notwendig (und werden auch nicht in Betracht gezogen) und aufgrund ausreichenden Abstandes und einer guten Hitzeverteilung wurde das Schweinchen gleichmässig gegart, schön knusprig und ohne zu Verbrennen.


4 Stunden später war es auch schon soweit, den Spiess vom Feuer zu entfernen, das Fleisch ruhen zu lassen und ca. 30 Minuten später dann aufzuschneiden! Jede Menge frisch zubereiteter Salate, das ein oder andere Bier und auch ein bisschen selbstgebrannter Šljivovica machten, zusammen mit dem Schwein, das nachfolgende Essen zu einem sehr gemütlichen Beisammensein...

Mein Fazit: ein gutes Schwein aus Freilandhaltung, wie es hier der Fall war, braucht definitiv nicht mehr als eine gute Prise Salz. Der Geschmack war sensationell und mit Abstand das beste Schweinefleisch, das ich bis dato gegessen habe!


Freitag, 13. Dezember 2019

Shakshuka


Spätestens seit Kitchen Impossible kennt seit einigen Jahren jeder, der sich für Essen interessiert, das Lokal Dr. Shakshuka in Jaffa, Tel Aviv, Israel, das auch für das gleichnamige Gericht berühmt ist!

Im Anschluss an die Sendung beschäftigen sich sehr viele mit der Zubereitung dieses Gerichtes, das in Israel traditionell zum Frühstück gereicht wird. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt noch zurückgehalten, denn meiner Meinung nach steckt hier, gerade aufgrund der wenigen Zutaten und der vermeintlich einfach Zubereitung, der Teufel im Detail, wenn es am Ende möglichst authentisch sein soll. Zufälligerweise verschlug es mich vor einiger Zeit beruflich nach Israel, wobei ich so auch in den Genuss kam, Shakshuka zu probieren.

Nach diesen Erfahrungen vor Ort, bei denen ich wirklich das authentische Produkt probieren konnte, habe ich auch zu Hause inzwischen mehrere Male Shakshuka gemacht und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Auch wenn ich nicht zu 100 % den Geschmack getroffen habe (alleine die Gewürze sind da sehr massgebend), so konnte ich doch eine gute Annäherung erreichen...

Übrigens: man kann in Israel hervorragende vegetarische Gerichte essen, die sich nicht einmal damit brüsten müssen, fleischlos zu sein. Ich esse sehr gerne Fleisch, aber das, was ich dort vor Ort gegessen habe ohne Fleisch, war wirklich hervorragend und man hat das Fleisch auch nicht vermisst.




Montag, 25. November 2019

Rustikaler Herbstburger


Es liegt schon eine ganze Weile zurück, dass ich mit Pit zusammen ein Rezept für seinen Youtube-Kanal Grill & Chill / BBQ & Lifestyle umgesetzt habe und wahrscheinlich ist es sogar noch länger her, dass ich ausser meinem Standard, dem Smashed Onion Burger, eine neue Kreation gemacht habe. Demzufolge haben wir beides vor Kurzem unter einen Hut gebracht und eine neue Rezeptidee für ein Video umgesetzt. Letztlich waren es dann sogar 2 Videos.

Ein Bestandteil dieses Burger war ein Walnuss-Pesto, Thema für das erste Video. Fiel gibt es hierzu auch nicht zu sagen, die Zutatenliste ist kurz und einfach: Walnüsse, getrocknete Tomaten, Knoblauch, Parmesan und Öl, sowie natürlich Salz und Pfeffer zum Abschmecken. So einfach dieses Pesto auch sein mag, so lecker ist es allerdings auch und trotz meiner allergischen Probleme, die ich üblicherweise beim Verzehr von rohen Nüssen jeglicher Art bekomme, hat mir dieses Pesto keine Probleme gemacht! Dieses Rezept ist definitiv zur Nachahmung empfohlen!

Ursprünglich hatte ich ein Pistazienpesto im Kopf, aber aufgrund der Tatsache, dass es eventuell schwierig sein könnte mit frischem Basilikum und der jahreszeitbedingten Verfügbarkeit der Walnüsse, war diese Entscheidung einfach und naheliegend... und am Ende sehr gut, denn die Pistazien (geröstet, gesalzen und anschliessend gehackt) haben wir dann auf andere Weise in den Burger eingebracht.




Nachdem das Pesto fertig war, ginge es an die Zusammenstellung der weiteren Zutaten für den Burger. Er sollte rustikal werden, herbstlich, daher griff ich in diesem Fall nicht zu einem normalen Burgerbun sondern zu jeweils 2 Scheiben Bauernbrot, die auf dem Grill dann angeröstet wurden.

Was passt noch gut in die Jahreszeit? Kürbis. Und wenn man schon bei Kürbis ist, dann ist der Schritt zu Archie, dem Pumpkin Spice Ale von der Bier Factory nicht mehr weit!

Beim Kürbis haben wir einfach ein paar Scheiben heruntergeschnitten, diese auf der Gussplatte angeröstet und mit Bier-Balsamico-Jus glasiert... die Zwiebeln wurden angebraten, mit Bier abgelöscht und einreduziert. Ein Hingucker ist zum Schluss noch die Sache mit dem Käse, einen Kniff, den ich bei Ted Reader beim Burgerfest in Prag gesehen hatte, denn hier wurde ein angeräucherter (bzw. mindestens im Grill erwärmter) Brie etwas aufgeschnitten und dann über dem Burger ausgedrückt...






Samstag, 9. November 2019

All about the Burger


Im Oktober war ich - nachdem der letzte Besuch auch schon wieder 2 Jahre zurücklag - wieder einmal ein paar Tage in Miami, dort habe ich auch Sef aka Burgerbeast besucht. Sein Burgermuseum hatte er leider am Wochenende vorher endgültig geschlossen, allerdings hätte sogar noch die Möglichkeit eines exklusiven Besuches bestanden, der aber leider nicht mehr in den vollgepackten Zeitplan gepasst hat. Aber es gab natürlich eine Alternative zum Museum, nämlich seinen Burgerladen Burger Beast Burger Joint, der zu dem Zeitpunkt immer nur Samstags geöffnet war, in der Zwischenzeit ist regulär geöffnet!





Nach dem Besuch dort habe ich auch herausgefunden, dass man den Burger auch mit geschmolzenem Käse bekommt (so wie ich es auch mag), das muss man dann aber auch separat dazusagen!

Beim Burger hatte ich mich für "The Burger Beast" entschieden, dazu noch eine Ladung Bacon Cheese Fries, beides wirklich gut! Wenn ihr mal in Miami seid, kann ich Euch Burger Beast Burger Joint definitiv ans Herz legen.




Die Gelegenheit habe ich natürlich auch gleich noch genutzt, um eine signierte Ausgabe seines Buches "All about the Burger" (*) mitzunehmen, danke nochmals hierfür!





Mit (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliatelinks.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Kabier-Cannelloni


Schon wieder Kabier? Diese Frage wird der ein oder andere sicher stellen und ich muss sie mit "Ja" beantworten.

Was für viele Griller in Deutschland das US-Beef ist, ist für mich eben Kabier. Qualitativ auf einem richtig hohen Level habe ich hier allerdings ein Fleisch, das nicht um die halbe Welt transportiert wurde, sonder mehr oder weniger bei mir vor der Haustür auf der Weide gestanden hat und auch lokal verarbeitet wird. Ich kenne die Bedingungen, unter denen die Tiere aufgezogen werden und sollte wirklich einmal mit der Qualität etwas nicht zufriedenstellend sei, so ist der Züchter nur einen Steinwurf entfernt.

Auf alle Fälle hatte ich von den Kabierrippen, mit denen man eine ganze Kompanie hätte satt bekommen können, noch Reste im Tiefkühler und wollte diese nun für Cannelloni verwenden. Auch wenn das Fleisch selbst schon eine ordentliche Menge Fett hat, habe ich noch ein bisschen nachgeholfen und ein Foie Gras mit eingearbeitet, die ich bei der Rückreise von Barcelona vor einiger Zeit mitgebracht hatte.


Mit dieser Mischung wurden dann die Cannelloni gefüllt und in einer gusseiserne Pfanne platziert.




Bezüglich der Sauce hatte ich mich entschieden, eine Bierchamel-Sauce zu machen, also eine Bechamel mit Bier, das IPA der Bier Factory war hier eine gute Wahl. Prinzipiell keine schlechte Idee, aber ein bisschen Feintuning, speziell hinsichtlich der Konsistenz (meine Sauce war am Ende doch etwas zu dünnflüssig) muss ich noch etwas optimieren.


Die Cannelloni wurden dann mit Käse bestreut, mit der Sauce übergossen und dann bei ca. 180 bis 200 °C im Grill überbacken... eine sehr sättigende und leckere Mahlzeit!




Sonntag, 6. Oktober 2019

French Toast Burger


Manchmal macht ja bekanntermassen aus der Not eine Tugend, dass das nicht immer nur ein Kompromiss sein muss, zeige ich Euch jetzt hier.

Am Anfang der Idee stand die Tatsache, dass ich vom Wochenende noch einen halben Hefezopf übrig hatte, der dann bis zur Wochenmitte doch etwas trocken geworden war. Eine gute Verwendungsmöglichkeit ist hierfür French Toast, auch bekannt als Arme Ritter, in diesem Fall aber nicht süss sondern in einer herzhaften Variante... Fleisch für Burger habe ich prinzipiell immer vorrätig und so war dann auch schnell die Idee für einen Burger geboren.

Eier, Salz, Pfeffer und Chiliflocken bildeten die Basis zum Einweichen der Hefezopfscheiben, das nächste Mal muss ich einfach darauf achten, dass ich die Scheiben noch etwas länger in der Flüssigkeit ruhen lasse. Anschliessend wurden die Scheiben, die als Bunersatz dienen auf der Gussplatte bei mittlerer Hitze angebraten. Die Platte sollte nicht zu heiss sein, sonst verbrennt alles zu schnell.






Im Anschluss die Hitze richtig hochdrehen und dann die länglich geformten Patties, hier kam, wie so oft, wieder Kabier von Sepp Dähler zum Einsatz. Zwei Minuten pro Seite reichen völlig für medium gebratene Patties, nach dem Wenden kam noch etwas Käse obenauf.



Die French Toast Scheiben wurden zusätzlich mit einer Trüffelmayonnaise bestrichen und nachdem die Unterhälfte mit dem Fleisch belegt war noch ein bisschen mit Frühlingszwiebel-Ringen bestreut. Deckel drauf und geniessen... so kann ich mir Resteverwertung gefallen lassen! Übrigens habe ich auch hier die Patties wieder nur gesmasht, die Konsistenz ist einfach sehr locker und saftig, wie man im Anschnitt auf dem letzten Bild deutlich erkennen kann!