Donnerstag, 19. April 2018

Dutch Oven - Quick & Easy


Direkt nach der Rückkehr aus den Ferien konnte ich ein neues Buch, erschienen im Heel Verlag, nämlich "Dutch Oven - Quick & Easy" (*) von Marco Ringpfeil aufschlagen.


Auch wenn es bereits schon einige Bücher zum Thema Dutch Oven auf dem Markt gibt, so ist dieses definitiv unter denen, welche ich persönlich empfehlen kann.

Angefangen bei einer kleinen Einführung in die Thematik der schwarzen Töpfe und Pfannen geht es dann über in den umfangreichen Rezeptteil, der sich in Bereiche aufgliedert:

  • Suppen und Eintöpfe
  • Hauptgerichte
  • Gebackenes
  • Desserts und andere süsse Sachen
Die Bandbreite bieten für jeden etwas und enthält neben Dutch Oven Klassikern, wie z.B. Schichtfleisch (das ich übrigens selbst bis jetzt immer noch nicht gemacht habe) auch traditionelle Gerichte, die entsprechend auf das Kochgerät umgesetzt wurden und somit auch bei Lagerfeueratmosphäre genossen werden können, anstatt wie sonst an Omas Esstisch.

Zahlreiche Tipps runden das Gesamtwerk ab und letztlich ist das Einzige, was mir etwas ungewohnt erscheint, die Angabe von Oberhitze (durch die entsprechende Brikettzahl auf dem Deckel) bei Suppen und Eintöpfen. Für mich etwas erstaunlich, da ich solche Sachen (auf dem Herd und im Dutch Oven) nur mit Unterhitze mache. Das Gespräch mit Bekannten hat mir allerdings gezeigt, dass andere auch der Meinung sind, dass - zumindest bei Ihnen - so die Temperaturkontrolle einfacher sei. Ich denke, hier findet jeder sicher seinen eigenen Gusto.



Hier noch das Buch in kurzer Übersicht:
  • Gebundene Ausgabe mit 160 Seiten und zahlreichen Farbfotos
  • Heel Verlag GmbH
  • ISBN: 978-3-95843-635-0
  • Abmessungen: 210 x 260 mm

Wer Interesse an dem Buch haben sollte, den bringt ein Klick auf das Bild direkt zum Angebot bei Amazon (*).

 Dutch Oven - Quick & Easy




Mit (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliatelinks.

Sonntag, 8. April 2018

Streetfood in der Schweiz


Streetfood ist in den letzten Jahren sehr populär geworden und auch hier in der Schweiz zeigt der Trend definitiv eine stark ansteigende Tendenz. Doch leider lässt sich ebenfalls feststellen, dass es qualitativ deutliche Unterschiede z.B. zwischen Festival in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt. Die Frage ist jetzt nur, warum ist die Qualität des Streetfoods hier in der Schweiz deutlich schlechter als bei den beiden Nachbarn obwohl das Preisniveau den jeweiligen Ländern entsprechend ist?

Aber erst einmal zu den Fakten: deutsche Streetfoodfestivals konnte ich bis jetzt leider noch keine besuchen, aber ich ich habe bei einigen Bekannten Bilder gesehen (und auch das entsprechende Feedback bekommen), mit deren Hilfe man doch schon einige Rückschlüsse auf die offenbar gute Qualitöt schliessen kann.

Ein Streetfoodfestival in Österreich habe ich immerhin besucht und konnte dort ein sehr gutes Bild gewinnen, das sich mit dem deckt, was ich vorher auch schon gehört hatte. Es gab teilweise recht aufwändige Gerichte von guter Qualität zum angemessenen Preis.





Die Festivals in der Schweiz haben sich leider deutlich unterschieden: die sonst qualitativ gute Küche, die man vielerorts in Restaurants findet, ist hier definitiv seltener vertreten. Häufig werden hier frittierte Produkte serviert (und ich dachte vorher immer, dass die Holländer alles frittieren), die natürlich schnell und einfach herzustellen sind, aber geschmacklich nicht die grosse Herausforderung darstellen. Natürlich gibt es auch gute Sachen, die aus dem heissen Fett kommen, wann das aber gefühlt an jedem zweiten Stand der Fall ist, dann läuft etwas schief.




Burger sieht man auch recht häufig und während auf den "normalen" Festivals die Burger eher durchschnittlich waren,  bot sich glücklicherweise auf dem Burgerfestival in  Zürich (zumindest grösstenteils) ein anderes Bild. Klar, hier waren auch Exemplare dabei, bei denen man das Fleisch unter der Salatgarnitur suchen musste, aber im Grossen und Ganzen wurde schon etwas ordentliches geboten.





Jetzt zurück zur Ausgangsfrage: warum unterscheidet sich die Qualität dermassen in diesen Ländern? Für Deutschland und Österreich kann ich es nicht beurteilen, aber bzgl. der Situation in der Schweiz hatte ich vor kurzem ein interessantes Gespräch. Bei den genannten Preisen für einen Stand an einem Festival, das nicht unbedingt in einer Hochpreisregion stattfindet, den Durchschnittspreisen und -kosten für eine Gericht, wird sehr schnell ersichtlich, dass es nur noch über eine grosse Masse geht, die man an den Mann bringen muss. Und bei solchen Mengen wird es definitiv schwierig, hier noch eine gewisse Finesse in die Gerichte einfliessen zu lassen. Während ich beispielsweise in Österreich immer eine Wartezeit hatte (und das ist ja auch in Ordnung), wurde ich in der Schweiz an den Ständen sofort (mit der frittierten Ware) bedient. Keine Wartezeit und bei entsprechendem Kundenandrang auch ein höherer Durchsatz. So kann man dann auch die wirklich hohen Kosten decken. Die Qualität bleibt auf der Strecke... und der Gast überlegt es sich wahrscheinlich, ob er nochmals auf ein solches Festival geht.

Somit bleibt aber auch der Werbeeffekt auf der Strecke, denn viele der Stände resultieren aus bestehender Gastronomie: ist das Essen gut, geht man sicher auch mal zum Essen in das Restaurant, schmeckt es nicht, ist die Wahrscheinlichkeit eines Besuches eher geringer.

Diese Einschätzung stellt natürlich nur einen Eindruck dar, der aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus resultiert, evtl. habe ich einfach nur die falschen Festivals besucht, wobei man dazusagen muss, dass man viele der Anbieter auf ziemlich jedem Festival in der Region findet.

Sicherlich werde ich dieses Jahr das ein oder andere Festival besuchen, möglicherweise lässt sich ja der erste Eindruck noch etwas korrigieren (oder eben verfestigen).