Freitag, 13. September 2019

Burgerfest in Prag


Seit 8 Jahren dreht sich am ersten Septemberwochenende in Prag alles um Burger! Und zwar im grossen Stil... hier wird nicht gekleckert, hier wird geklotzt!



Das Veranstaltungsgelände ist wirklich hervorragend für den Event geeignet. Im Prinzip aufgebaut wie eine Art Amphitheater hat man in der Mitte des Areals den Bereich für die Musik- und die Show-Cooking-Bühne, darum herum warum hauptsächlich Promo-Stände des Hauptsponsors Jack Daniel's sowie verschiedene Stände mit Burgern angeordnet. Auf der oberen Ebene, von der man einen wunderbaren Blick über das gesamte Gelände hat, fand man eine grosse Streetfoodmeile mit aller Art von Burger.

Bei noch durchwachsenem Wetter wurde die Veranstaltung am Samstag durch Zed Strizek, Inhaber des Burgerrestaurants Bejzment in Prag, und dabei die verschiedenen Teilnehmer für die Kochshows und die teilnehmenden Teams des KCBS-Wettbewerbes vorgestellt.



Wie bereits erwähnt waren im Bereich oberhalb der Bühnen diverse Burgerstände (ich meine mich an eine Zahl von 40 bis 50 zu erinnern), die wirklich alle erdenklichen Variationen anboten und wirklich jeder sollte hier auf seine Kosten gekommen sein. Hier eine kleine Auswahl:








Die zuvor erwähnten Kochshows wechselten sich mit diversen Bands und lokalen Stand-Up-Comedians ab, zum Einsatz kamen hier u.a.:













Neben den zahlreichen Auftritten von Musik- und Kochkünstlern auf beiden Bühnen, fand am Sonntag Nachmittag noch ein Burgerwettessen statt. Über Sinn und Unsinn möchte ich an dieser Stelle weder urteilen noch diskutieren, ich berichte einfach nur über die diversen Aktivitäten. Neben 8 Männern nahmen auch zwei Frauen den Mund gehörig voll und versuchten sich daran, 5 kleine Burger, 2 Portionen Pommes und eine grosse Dose Bier schnellstmöglich zu vertilgen.



Jetzt ein Schwenk hinter die Burgerarena zum Gelände der KCBS-Teams, die sich am Freitag und frühen Samstag eingefunden hatten. Freunde und Bekannte wurden begrüsst und gerade noch am Freitag eine sehr gemütliche Zeit miteinander verbracht, bevor es dann Samstag Nacht ernst wurde, weil Sonntags die Abgaben ab 12.00 Uhr auf dem Plan standen. 13 Teams hatten sich eingefunden, um dann um das ausgeschriebene Preisgeld von 4000 Euro um die Wette zu grillen und der Jury (ich war ebenfalls in der Jury) gutes BBQ zu präsentieren.

Bei einer sehr ungewöhnlichen Siegerehrung wurde dann BBQ SunCity Szeged zum Grand Champion und Sale & Pepe zum Reserve Grand Champion gekürt. Dragon BBQ landete auf Platz 3, Westside BBQ auf Rang 4.






Das Finale des achten Burgerfestes wurde mit einer unterhaltsamen Show von Ted Reader aus Kanada eingeläutet. Aus meiner Sicht war es eine unterhaltsame Show, bei der ich die Möglichkeit hatte, auch wieder direkt auf der Bühne zu fotografieren und ihm bei der Arbeit sprichwörtlich über die Schulter zu schauen... ein paar gute Ideen konnte ich dabei durchaus auch aufgreifen...





Dieses Jahr war meine erste Teilnahme beim Burgerfest, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich auch nächstes Jahr wieder dabei sein werden!

In diesem Artikel habe ich versucht, mich auf ein paar Bilder zu beschränken, mehr Bilder finden sich auf meiner Facebook-Seite: http://bit.ly/BurgerfestPrag



Donnerstag, 22. August 2019

Kartoffeln mit dem gewissen Extra!


Eine sehr leckere Beilage, die zwar ein bisschen Vorbereitung braucht, aber bis jetzt bei jedem Essen das absolute Highlight für die Gäste war: Kartoffeln mit Kartoffelbrei-Füllung.

Da diese Kartoffeln als Beilage zu diversen Fleischgerichten dienten, habe ich hier bisher eine Kartoffel pro Person eingeplant und bin damit auch gut gefahren. Allerdings hat diese Beilage ein hohes "Suchtpotenzial", so dass man durchaus auch ein paar mehr machen kann.

Die Kartoffeln werden mit Schale im Salzwasser vorgekocht, dann halbiert und ausgehöhlt, so dass ein dünner Rand stehenbleibt. Die ausgehöhlten Kartoffeln kann man erst einmal zur Seite stellen und weiter abkühlen lassen.

Aus dem herausgeschabten Teil macht man jetzt ein französisches Kartoffelpüree, d.h. auf die Menge Kartoffelstampf kommt die gleiche Menge Butter. Keine Milch, keine Sahne, nur Butter! Alles feinpürieren und am Ende - damit es auch wirklich fein ist - durch ein Sieb streichen. In meinem Fall habe ich zusätzlich in einer Pfanne noch Guanciale-Würfel ausgelassen und in dem Fett anschliessend noch Zwiebeln karamellisiert. Den Speck und die Zwiebeln habe ich dann zusätzlich noch in das Kartoffelpüree gegeben.

Die ausgehöhlten Kartoffeln kann man nun im Guancialefett rundherum goldbraun anbraten, ich mache das gerne in einer Gusspfanne, das gibt es eine wirklich schöne Kruste. Dann werden die Hälften mit dem Püree gefüllt, geriebener Käse darübergegeben und nun nochmals bei ca. 180 °C überbacken bis der Käse zerlaufen und goldbraun ist.

Serviert zu diversem Fleisch oder einfach auch ohne etwas, sind diese gefüllten Kartoffeln das Highlight bei jedem Essen!



Mittwoch, 24. Juli 2019

Garage Inc.


Nein, hier geht es nicht um Metallica, aber um ein Menu vom Grill serviert im Büro/Garage von Ted, das mindestens genauso gerockt hat, wie das im Titel genannte Album!

Am letzten Tag vor meiner Abreise hatte Ted mich noch zu einem - wie er sagte - kleinen Lunchmenu eingeladen. Als ich gegen 09.30 Uhr eintraf, herrschte schon ein reges Treiben und einige  Grills rauchten vor sich hin.



Der erste Gang. Gesmokte Entenunterkeulen, die mit etwas Glasur gefinisht wurden... butterzart, sehr schmackhaft und ein wunderbarer Auftakt! Erfreulicherweise konnte ich dann feststellen, dass auch hier immer fleissig fotografiert wird, bevor man mit dem Essen beginnt, ich befand mich als in bester GEsellschaft... Instagram und Co. wollen schliesslich auch gefüttert werden.





Nachdem der erste Gang fotografiert und anschliessend verspeist war, ging es schon weiter mit der nächsten Runde. Vereinfacht gesagt waren es Tacos mit Skirtsteak vom Schwein, aber auch in diesem Fall war die Zutatenliste lang und die Zubereitung komplexer, als es sich hier darstellen lässt... aber eines kann es sicher sagen: die Dinger waren verdammt lecker!





Bei Gang Nummer 3 war es eine grüne Spargelcremesuppe, mit einer Einlage aus Quark mit gehackten Shrimps sowie geräuchertem Aal... klingt auch wieder ganz simpel, war aber geschmacklich ein weiteres Highlight.




Danach kam gesmokter, mit Schweinehack gefüllter, Shellfish auf den Tisch. Ok, ein bisschen mehr als Schweinehack war es schon, aber alle Details will ich hier auch nicht verraten... nur soviel: die Kombination aus Meeresfrüchten und Schweinefleisch... sehr lecker!


Zwischendurch dann Gang 5: quick and dirty einfach ein paar zarte Spareribs gerubt mit dem neuen Bollywood Bone Dust. Geil!



Der letzte Gang war denn schlussendlich auch der Höhepunkt des gesamten Menus: eine Ramensuppe aus gesmoktem Truthahn, mit angegrilltem und in Streifen geschnittenem Tintenfisch als "Nudeln", dazu obendrauf ein Schweinefleischburger in Streifen geschnitten und etwas Frühlingszwiebeln. Eine mega Kombination, die ich in abgewandelter Form sicher auch einmal austesten muss!






Freitag, 5. Juli 2019

Burger in Toronto


Während meiner knapp 2 Wochen Aufenthalt in Toronto, habe ich auch zahlreiche Burger getestet, 8 Restaurants waren es, um genau zu sein, hier ist meine persönliche Rangliste (in Klammer ist der jeweilige Burger aufgeführt, den ich dort gegessen habe).



Platz 8: Harry's Drive In (Homemade Burger)

Die Kritiken, die ich vorher gelesen hatte, waren garnicht schlecht und so bin ich auch der Empfehlung gefolgt, nicht den Standard sondern den Homemade Burger zu nehmen. Ehrlich gesagt hat mich der Burger nicht sehr überzeugt, optisch ähnlich unspektakulär wie noch mindestens ein anderer auf der Liste (Platz 4), aber geschmacklich eher langweilig und nicht weiter erwähnenswert. Für mich eher nach dem Motto: probiert und für nicht wiederholenswert befunden.







Platz 7: The Burgernator (The Bazooka Jr.)

Optisch schon deutlich besser war der Burger bei dieser Platzierung. Das an der Wand gezeigte Manifest lässt Gutes hoffen und über Geschmack und Optik kann man prinzipiell auch nicht meckern.... ABER: nach dem Verzehr des Burgers überkam mich den Rest des Tages eine derart abartiger Durst (und auch Nachgeschmack), der förmlich nur so nach Glutamat geschrieen hat. Das mag nun nicht gleich zwingend verwerflich sein, aber wenn man Burger als "pure", "natural" etc. anpreist, dann sollten sie auch so sein.







Platz 6: Topgun Burger (Hellcat)

Topgun Burger zieht das Konzept von Topgun durch seinen Laden und das Menu durch, warum auch nicht. Der verspeiste Cheeseburger war solide, aber jetzt auch nicht herausragend. Eine gute Wahl, wenn man gerade am Kensington Market ist und Lust auf einen Burger verspürt.







Platz 5: Shamrock Burgers (Rockstar mit Monterey Jack)

Bei Shamrock Burgers, einem Laden den es bereits seit 1967 gibt es zu den wirklich guten Burgern auch die klassischen Milkshakes. Den Burger Selbst kann man mit den Zutaten selbst zusammenstellen, neben Monterey Jack Käse mit Jalapenos gab es bei mir noch karamellisierte Zwiebeln und Essiggurken. Das Fleisch war gut, das Bun sicher vom lokalen Bäcker, aber leider etwas trocken, nicht ganz frisch.







Platz 4: Johnny's Hamburgers (Cheeseburger)

Die perfekte Adresse seit über 50 Jahren, wenn einen der schnelle Hunger packt. Überschaubares Menu (vollkommen in Ordnung) und die Zutaten stellt man sich letztlich auch zusammen. Hier habe ich es ebenfalls schlicht gehalten und den Cheeseburger lediglich durch karamellisierte Zwiebeln, Essiggurken und etwas Sauce ergänzt. Auch hier sicherlich kein optisches Highlight, aber der Geschmack war auf den Punkt, kein Wunder, dass ich beim Warten dort Leute kennengelernt habe, die seit über 30 bis 40 Jahren regelmässig hier ihre Burger verspeisen.







Platz 3: The Burger's Priest (California Classic)

Burger's Priest Filialen gibt es über die ganze Stadt verteilt und das Feedback war sehr unterschiedlich, eventuell hängt die Qualität auch vom jeweiligen Standort ab. Mein California Classic war auf jeden Fall sehr lecker, ein geiles (beidseitig aussen angebratenes) Bun mit einem fluffigen Smashed Pattie und den bekannten wenigen Beilagen, schliesslich will ich ja den Burger schmecken. Geiles Teil!







Platz 2: McCoy Burger (Ted Reader Signature)

Wann hat man schon einmal die Möglichkeit einen Signature Burger (wie in diesem Fall den von Ted Reader), zusammen mit dem "Erfinder" zu geniessen und ihn dann auch noch vom Chef des Ladens persönlich zubereitet zu bekommen? Ich hatte das Vergnügen, in den Genuss genau dieser Kombination zu kommen.

Die Zutatenliste ist aus meiner Sicht typisch Ted, nämlich relativ lang: zwei frische (smashed) Rindfleischpatties (sollte selbstverständlich sein!), Spezialgewürzmischung, Monterey Jack Käse und zwei Scheiben knuspriger Bacon., dazu nochdie Crazy Canuck Sauce, frische Zwiebeln, eingelegte Jalapeños, Tzatziki-Sauce und knusprige Poulethaut. Serviert in einem Kartoffelbun und obendrauf noch eine gerollte Scheibe Bacon!







Platz 1: Maple Leaf Tavern (Cheeseburger)

Nun sind wir bei meinem persönlichen Lieblingsburger angelangt, den ich in der Maple Leaf Tavern gegessen habe. Preislich etwas höher angesiedelt (rechnet man die Fritten mit rein, dann ist der Unterschied allerdings garnicht mehr so gross), aber qualitativ allerdings auch auf einem anderen Level. Grob gewolftes Hackfleisch (in diesem Fall: Striploin), perfekt medium gebraten und extrem saftig,  als Basis eine hausgemachte Knoblauchmayonnaise sowie als Topping Käse und ein Dill-Relish. Die mit Kräutern verfeinerten Fritten machen die Sache richtig rund!

Mehr muss man an dieser Stelle nicht sagen. Wer bereit ist, für einen richtig leckeren Burger mit Fritten 20 Kanadische Dollar auszugeben, der ist hier genau richtig...