Donnerstag, 17. September 2020

Die grosse Burger-Sause


Burgerfest 2020 in Prag, das bedeutet dieses Mal 3 Tage im Zeichen des Burgers im Rahmen der Kombination von 3 Veranstaltungen, den neben dem genannten Burgerfest fanden auch die Harley Days Prag und Konzerte für 10 Millionen statt.


Ich hatte in diesem Jahr die grosse Ehre gleich zwei Bühnenauftritte zu bekommen, einmal am Freitag Abend und einmal am Samstag Abend, wobei der zweite Auftritt dann als Workshop im VIP-Bereich durchgeführt wurde.



Die Anreise am Donnerstag war sehr entspannt und so konnte ich dann am Nachmittag schon einmal einen kleinen Rundgang über das Festivalgelände machen. Die Bühne war definitiv ein Hingucker und beeindruckend, aber das Freigelände hinter dem Amphitheater zeigte das wahre Ausmass der Veranstaltung. Es sollte dieses Mal RICHTIG gross werden!


Den Abend verbrachte ich dann mit Bas, Sys, Tom und Zed im Bejzment, ein leckerer Burger zur Einstimmung auf die kommenden drei Tage ist sicher nicht verkehrt!


Am Freitag Vormittag machte ich dann noch einen kleinen Rundgang durch die fast menschenleere Prager Altstadt. Es ist einerseits natürlich sehr angenehm, wenn man etwas anschauen möchte, wenn man aber weiss, wie viel üblicherweise hier los ist, so ist es schon etwas gespenstisch leer... Noch ein paar leckere Knödel und Gulasch zum Mittag und dann ging es auch schon wieder zum Festivalgelände, wo gegen 15 Uhr die ersten Events losgingen.

Um 17.15 Uhr hatte ich dann meinen ersten Auftritt und der Nacho Macho Burger kam richtig gut an. Ein gesmashtes Rindfleischpatty, Gewürzgurken, Zwiebeln und Paprika von der Feuerplatte, zerbröselte Nachos und eine Käsesauce verfeinert mit etwas Jack stand auf dem Plan...



Ein interessanter Programmpunkt war später noch die das Showgrillen von Daniele Govoni von MeatEater in Prag, der wirklich gute Tipps zur Zubereitung von Steaks gegeben hat (wir haben uns dann auf dem Weg zum Hotel am späteren Abend zufällig getroffen und konnten noch etwas ungezwungener plaudern). Nachdem ich das von ihm gegrillte Ribeye probiert habe, muss ich sagen, dass mir klar ist, warum er in der Szene (speziell beim SCA) so gut mitmischt. Das war schon ganz grosses Kino.



Auf der Parkbühne lief im Anschluss noch ein geniales Konzert einer ZZ Top Coverband, so dass man den Abend bei leckerem tschechischen Bier und guter Musik ausklingen lassen konnte.

Tag 2 startete bei strahlend blauem Himmel mit der Sternfahrt von rund 800 Harleys und sah dann die Ankunft von Zed auf einem Panzer an der grossen Showbühne zur offiziellen Eröffnung des Spektakels.





Weiter ging es dann mit diversen Workshops (wie z.B. von Bas und Sys, die einen tollen Burger mit Ananas und Bacon Onion Ring ablieferten. An gleicher Stelle gab es mir dann später Smashed Onion Burgers für die hungrige Meute...




Wie auch im letzten Jahr gab es wieder das, bei vielen beliebte, Burgerwettessen. Mir verschliesst sich die Sache weiterhin, aber es soll tatsächlich viele Zuschauer geben, die sehr viel Spass daran haben...




Während auf der Bühne die Mädels noch an der Stange tanzten, bereitete Zed diverse Burger für 4 Testesser zu. Es wurde eine Blindverkostung, bei der die Teilnehmer erraten sollten, um welches Fleisch (Tatar, Schwein, Rind, Truthahn, Lamm, Wild etc.) es sich handelt... am Ende war es eine lustige Sache ohne viele Treffer!






Auch der Sonntag begrüsste uns mit jeder Menge Sonnenschein und ich nutzte die ruhige Lage am Morgen, doch noch ein paar Bilder der angebotenen Burger zu schiessen, die ich dann später unerwarteterweise in einer Jury-Blindverkostung probieren durfte...








Als Highlight gab es noch zwei Shows, die ich hier erwähnen möchte. Einerseits der Burger von Marek Šmíd, gefüllt mit Foie Gras war das Ding einfach nur eine Offenbarung!





Der zweite, einfache aber trotzdem richig gute, Burger war der von Kraig Casebier, dem amerikanischen Barber aus Prag... Bisonfleisch verarbeitet zu einem einfachen Cheeseburger, da brauchte es wirklich nichts weiter dazu!




Das Burgerfest 2020 ist Geschichte und es war sicher ein spezielles unter den aktuellen Umständen. Die Veranstalter haben erst 3 Wochen vor dem Startschuss das grüne Licht erhalten, darum wirklich Chapeau vor dem, was hier abgeliefert wurde! Nächstes Jahr steht dann das 10. Burgerfest-Jubiläum auf dem Programm, hoffentlich unter einem besseren Stern!



Dienstag, 25. August 2020

Wagyu & Burger


Der ursprünglich für Mai geplante Burgerkurs mit Patrick von Wagyu Bodensee musste verschoben werden und fand daher jetzt erst im August statt. Erfreulicherweise bei genauso gutem Wetter, wie wir es auch an dem Wochenende im Mai gehabt hätten!

Dank der grosszügig zur Verfügung stehenden Fläche auf dem Hof der Marblelution Zuchtvereinigung war das Thema "Abstand halten" glücklicherweise kein Problem.



20 Teilnehmer, 4 Burger... das heisst jede Menge Fleisch und ordentlich Arbeit für mich! Allerdings war das mit der Ofyr-Feuerplatte kein Problem, 12 bis 14 Burger auf einmal und schon war mehr als die Hälfte der Truppe schnell bedient.

Gestartet wurde, inzwischen schon traditionell, mit dem Smashed Onion Burger, der auch hier wieder hervorragend ankam. Purer Fleischgeschmack, alles reduziert auf das Maximum!



Weiter ging es mit Cherry Kiss, einem Burger mit Brie und Pfefferkirschen. Frucht und Käse passt wunderbar und für alle Teilnehmer waren Pfefferkirschen unbekannt! Umso grösser waren dann die Augen ob dieser leckeren Kombination.



Burger Nr. 3: der Wagyu Tatar Burger. Einseitig angebraten, getoppt mit angerösteten Anchovies und Kapernbeeren (beides vorher kleingehackt) sowie frisch geriebenem Parmesan. Darunter eine leckere Avocadocreme macht die Umamibombe perfekt! Und die Teilnehmer glücklich!


Beim letzten Burger wurde das Wagyu-Fleisch unter jeder Menge Gemüse versteckt. Hat man Vegetarier dabei, so kann man diesen bedenkenlos dieses leckere Gemüse ins Bun klemmen (Weisskohl, Paprika, Frühlingszwiebeln, etwas Chili zum darübergeben am Ende). Auf der anderer Seite schmeckt dieses Gemüse auch sehr lecker als Beilage zu Fleisch. Für die bessere Bindung des Gemüses kann man entweder aufgeschlagenes Ei mit einrühren oder aber, wie ich es gemacht habe, mit Streukäse arbeiten.






Geile Lokation, tolle Leute und wirklich extrem gutes Fleisch! So macht es Spass und nächstes Jahr werden wir sicher mit dem ein oder anderen Kurs durchstarten!

Danke auch an dieser Stelle nochmals an Tom für die Bilder!

Freitag, 7. August 2020

Dead Or Alive Coffee Signature Burger Version 2


Vor ca. 2 Jahren habe ich mit DEAD OR ALIVE COFEE einen Signature Burger kreiert, in dem natürlich auch der gleichnamige Kaffee eingeflossen ist... gemahlener Kaffee im Rub und in flüssiger Form im Espresso-Balsamico-Jus. Zwischenzeitlich war es an der Zeit, diesem Burger, den ich bei verschiedenen Gelegenheiten schon machen durfte, ein Update zu verpassen.

Seit längerem hatte ich schon die Idee mit Kaffeebohnen zum Aromatisieren zu arbeiten, wie man es an anderer Stelle prinzipiell auch schon gesehen hat: Jörn von BBQ aus Rheinhessen hat hier Videos dazu und Ted hat beim W.E.S.T. ein schönes Roastbeef auf einem Heu-Kaffeebett gesmoked. Nachdem diese Idee nun schon eine Weile geschlummert hat, wurde sie durch den Lavendel, den ich regelmässig vor dem Küchenfenster sehe, zu neuem Leben erweckt... mir schwirrte etwas im Kopf herum mit Lavendel (der ja geschmacklich Rosmarin sehr ähnlich ist) und Kaffee...


Der erste Testlauf war dann allerdings nicht der Burger sondern ein schönes Lammrack, das auf voller Breite überzeugte! Eine dezente Aromatisierung des Fleisches und alles wunderbar zart und saftig, so wie es sein soll! Zur einfacheren Handhabung und um den Grill sauber zu halten, habe ich die Kaffeebohnen und den Lavendel in eine leere Zigarrenkiste gepackt. Wieder mal ein tolles Gericht, das zeigt, dass man auch ohne Sous-Vide arbeiten kann...



Gleich am nächsten Tag stand dann der Burger auf dem Programm, eine Version ebenfalls mit Lammfleisch, die zweite - wie so oft - mit Kabierfleisch von Sepp Dähler. Auf Salat habe ich dieses Mal verzichtet, in der letzten Zeit meine Burger eher salatlos. Topping bestand, wie bei der Ursprungsversion, wieder aus Zwiebeln, Guanciale di Valle del Reno und Pilzen, abgelöscht mit DEAD OR ALIVE Espresso-Balsamico-Jus. Die Patties wurden auf dem Bett aus Kaffeebohnen und Lavendel gesmoked bis ca. 50 °C Kerntemperatur und dann nochmals für eine schöne Kruste über die richtig heisse Gussplatte gezogen! Ein Beefer wäre hier sicherlich auch eine gute Wahl, es ging aber -wie in meinem Fall - auch ohne.