Freitag, 8. September 2017

Burger vom Ringgrill


In unserer Wohnanlage im Bommert hat es seit etwas mehr als einem Jahr einen Ringgrill von Yagoona, eine schöne Geste unserer Verwaltung nicht nur Spielplätze für die Kinder zu bauen, sondern auch etwas für die Erwachsenen zur Verfügung zu stellen.

Die Nutzung erfolgt durch einige der Mieter recht regelmässig, aber aufgrund der Tatsache, dass ich ja meine eigenen Grills auf dem Balkon habe, habe ich diesen Ringgrill noch nie so richtig in Anspruch genommen... wenn man von ein paar Bratwürstchen bei einem gemeinsamen Beisammensein einmal absieht. Da ich kurzfristig im August noch ein paar freie Tage einschieben musste, habe ich das gute Wetter genutzt, um auch mal ein paar Burger auf diesem Grill zu zaubern.

Bei den Burgern wollte ich erst einmal nichts Neues ausprobieren und habe auf zwei bewährte Rezepte zurückgegriffen, beide findet ihr auch in meinem Burgerbuch (*), nämlich den Green Chili Cheeseburger auf S. 78 und den Durocburger auf S. 160.

Bei den Buns habe ich dieses Mal nicht zu Briochebuns sondern zu einem modifizierten Rezept meiner Cuban Buns gegriffen, dieses Mal hatte ich das Öl durch Schweineschmalz ersetzt und die Brötchen nur mit Wasser bepinselt, damit sich keine Kruste bildet. Der Geschmack war noch etwas herzhafter als bei der ersten Version, genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte und auch von meiner Erfahrung in Miami kannte. Ein gelungener Versuch muss ich sagen, die Buns werde ich definitiv in der regelmässigen Rotation behalten.

Hier noch ein paar Bilder dieser kleinen Burgersession...

Green Chili Cheeseburger mit Rindfleischpattie, Jalapeno-Habanero-Salsa, Cheddar und Smoky Plum BBQ Sauce






Durocburger mit Duroc-Schwein-Pattie, Pfirsischchutney, Cheddar und Durocbacon






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Samstag, 26. August 2017

Heidelbeerkuchen


Vor kurzem bin ich bei Twitter über ein Bild eines sehr ansprechend aussehenden Blaubeerkuchens gestolpert, der in einer Gusseisenpfanne gebacken wurde. Nach kurzer Suche fand ich mit der Seite Bake from Scratch die Quelle des Rezeptes und habe es dann direkt ausprobiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Kuchen auch mit Kirschen oder Äpfeln sehr lecker schmeckt...

Das Originalrezept ist für eine 10"-Pfanne, somit hat die Petromax FP25H (*) genau die richtige Grösse, anbei die Übersetzung des leicht modifizierten Rezeptes (die Bilder beziehen sich noch auf die ursprüngliche Vorgehensweise):

Zutaten
  • 150 g Weizenmehl
  • 150 g Zucker
  • 50 g Maismehl gelb
  • 5 g Salz
  • 5 g Backpulver
  • 3 g Natron
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • 110 g geschmolzene Butter
  • 200 g Schmand
  • 2 Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 200 g Heidelbeeren
  • 1 EL Zucker
  • Puderzucker zum Garnieren

Zubereitung

Den Grill auf 180 °C indirekte Hitze vorheizen und die Gusspfanne zum Aufheizen auf den Rost stellen.

In einer grossen Schüssel Weizen- Maismehl, Zucker, Salz, Backpulver, Natron und Zitronenabrieb vermengen und in der Mitte eine Kuhle vorsehen.

In einer zweiten Schüssel 100 g geschmolzene Butter, Schmand, Euer und das Mark der Vanilleschote vermengen. Diese Mischung dann in die Kuhle der Mehlmischung geben und alles miteinander verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Die heisse Pfanne mit Handschuhen aus dem Grill holen und mit der restlichen Butter komplett einfetten, dann den Teig in die Schüssel geben und die Heidelbeeren gleichmässig darüber verteilen (im Originalrezept wird eine Lage Heidelbeeren nach der Zugabe der halben Teigmenge eingefügt, das hat aber bei dazu geführt, dass alles nach unten durchgesackt ist). Zum Schluss den restlichen Zucker (1 TL)  gleichmässig darüber verteilen und im Grill ca. für 35 Minuten backen. Ein Holzstäbchen, das man in der Mitte hineinsticht, sollte beim Herausziehen sauber sein. Nach einer Auskühlzeit von ca. 30 Minuten noch mit Puderzucker bestreuen, dann aufschneiden und servieren.










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Montag, 7. August 2017

Bücher


Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einmal ein Buch schreiben werde, hätte ich ihn wahrscheinlich ausgelacht. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und nach einem ersten, noch überschaubaren Büchlein, habe ich inzwischen ein umfangreiches Burgerbuch zu Papier gebracht. Beide Bücher sind sowohl in deutscher (bei Amazon) als auch in englischer Sprache (direkt bei mir) erhältlich. Eine Ebook-Version von World Wide Burger ist noch in Arbeit.




Für das Burgerbuch "World Wide Burger" stehen dieses Jahr evtl. noch verschiedene Promo-Events an, Details dazu werden dann jeweils auf der Facebookseite zu finden sein. Sicher ist schon, dass es einen Termin in Miami im September zusammen mit El Mago de las Fritas und Burgerbeast geben wird. Die ein oder andere Veranstaltung in der Schweiz oder im süddeutschen Raum steht ebenfalls noch auf der Planungsliste...

Seit kurzem kann mein Buch auch in Flynn's Arcade in Köln erworben werden, vielen Dank auch hier für die Möglichkeit. Unabhängig davon, dass hier natürlich eine Kooperation besteht, kann ich Euch diesen noch relativ neuen Burgerladen wirklich ans Herz legen, denn er ist definitiv im Kreis der (aus meiner Sicht) guten Burgerläden in Köln anzusiedeln! 










Samstag, 15. Juli 2017

Neues und Bewährtes


Ab und zu muss man auch mal wieder etwas Neues testen. Aus meinem Berufsleben bin ich es gewohnt, dass man nicht 2 Sachen auf einmal ändern sollte, also immer eine Änderung nach der anderen, so dass man auch genau sieht, welche Änderung welchen Einfluss hat. Eigentlich ja auch logisch.

Bei dem Neuen handelt es sich um ein neues Rezept für Buns. Briochebuns habe ich jetzt bereits bis zum Abwinken gemacht, die werden auch zuverlässig gut und das Rezept und für meinen Geschmack ausgereift. Jetzt hatte ich eine etwas deftigere und weniger süsse Variante im Kopf. Ausschlaggebend waren die kubanischen Brötchen, die man z.B. bei El Mago de las Fritas bekommt und auch wenn das Rezept dieser Buns ein gut gehütetes Geheimnis des dortigen Bäckers ist, habe ich meinen eigenen Versuch gestartet.

Die Internetrecherche hat mir auch ein paar interessante Rezepte als ersten Ideenanstoss geliefert. Auf Basis anderer Rezepte, die ich bereits realisiert habe, wurde ein bisschen getüftelt und variiert... heraus kamen dann diese leckeren Brötchen... ein spezieller Aspekt ist definitiv, dass ich die Buns sowohl vor als auch nach dem Backen mit Salzwasser bepinselt habe, das gibt nochmals einen richtigen guten Kick für den Geschmack. Die Buns selbst waren auch sehr fluffig, ich behaupte sogar, fluffiger als üblicherweise meine Standard-Briochebuns (wobei diese durch einige Tüftelei ebenfalls besser und optimaler geworden sind).

Hier noch das Rezept, das ich verwendet habe:
  • 500 g Mehl
  • 250 ml warmes Wasser
  • 10 g Salz
  • 10 g Zucker
  • 40 ml Öl
  • 21 g Hefe

Beim nächsten Versuch werde ich sicher das Öl durch Schweineschmalz ersetzen, so wie es üblicherweise bei dieser Art von Brot der Fall ist.

Für den Geschmackstest kam dann ein bewährtes Pulled Pork, gewürzt mit meinem Pig Dust, zum Einsatz, kombiniert mit meiner Smoky Plum BBQ Sauce, die ich letztes Jahre in ausreichender Menge eingekocht und bevorratet habe Das Rezept dazu gibt es, neben vielen weiteren Rezepten, in meinem Burgerbuch "World Wide Burger" (*). Auf Coleslaw habe ich dieses Mal verzichtet, ich hatte schlichtweg keine Zeit, Weiss- oder Rotkraut zu kaufen...

Auch wenn es zum Pulled Pork nichts Neues zu berichten gibt, an dieser Stelle einfach nochmals zwei Hinweise:
  1. Ein Pulled Pork muss nicht zwangsläufig wie ein Brikett aussehen, ein schönes Mahagonibraun ist ausreichend (und mir persönlich auch lieber).
  2. Die Zubereitungszeit für ein Pulled Pork muss nicht Ewigkeiten betragen, zumindest in einem Kamadogrill (z.B. Big Green Egg, Monotlith etc.) ist das aus eigener Erfahrung problemlos in 8 bis 10 Stunden machbar.

Da das Thema durchaus interessant ist, werde ich in der nächsten Zeit evtl. noch genauer auf die Zubereitungszeit incl. Plateauphasen und auch den Smokering eingehen.

Fazit: die weniger süsse Version in Kombination mit dem Bepinseln mit Salzwasser hat mir extrem gut geschmeckt und war gewiss nicht die letzte Charge Burgerbuns in dieser Ausführung...




Update 04.08.2017: Inzwischen habe ich einen weiteren Test gemacht und das Öl durch Schweineschmalz ersetzt und die Buns nicht mit Salzwasser bepinselt. Der Geschmack war klasse, auf jeden Fall noch einen Tick besser als die erste Variante... jetzt habe ich noch eine weitere Idee, aber dazu dann zu einem anderen Zeitpunkt mehr...


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Mittwoch, 28. Juni 2017

Aus einem Guss...


...pfännchen kommt das heutige Gericht, das einfach zu machen war und wirklich extrem lecker ist!

Es war die erste richtige Benutzung meiner neuen Gusspfanne, der FP25H (*) von Petromax, die ich bei einem der monatlichen Gewinnspiele im Forum von mybbq.net gewonnen habe. Zu diesem Gericht wurde ich von einem Special der Fetten Kuh inspiriert, dort gab es das Ganze vor geraumer Zeit in ähnlicher Form.

Hier die Zutaten und Zubereitungschritte für die einzelnen Komponenten:

Hackfleischbällchen
  • 240 g frisch gewolftes Büffelfleisch
  • Salz, Pfeffer

Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen, 8 Bällchen formen und diese dann in der Gusspfanne mit etwas Öl (ich habe in diesem Fall Baconfett genommen) anbraten.



Fritten
  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • Salz

Die Kartoffeln schälen und in Stifte schneiden. Danach für ca. 1 Stunde in Wasser legen, abtropfen lassen und in 2 Schritten frittieren (zuerst bei 130, anschliessend bei 170 °C).

Zwei Hinweise zu den Fritten: es gibt da verschiedene Philosophien, aber da ich im Rahmen meines Buches verschiedenste Varianten ausprobiert habe, bin ich der Meinung, dass mehligkochende Kartoffeln und das zweimalige Frittieren das beste Ergebnis liefern. Das ist natürlich nichts weltbewegend Neues, die Belgier machen das schon lange so. Und auch wenn Belgien nicht für kulinarische Höhenflüge bekannt ist, so können sie doch eines... nämlich richtig gute Fritten!


Tomatensugo
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 kleiner roter Paprika
  • 5 EL passierte Tomaten
  • 300 g Tomaten
  • frische Kräuter
  • 1 EL Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten

Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in einem kleinen Topf mit etwas Öl andünsten. Anschliessend den fein gehackten Paprika, die passierten Tomaten, die grob gewürfelten Tomaten sowie die gehackten, frischen Kräuter (ich habe mich hier für Majoran und Rosmarin entschieden) dazugeben und die Mischung für gut 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis alles ordentlich eingedickt ist. Zum Schluss den Balsamicoessig hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Zum Überbacken
  • 80 g Gruyere gerieben
  • 80 g Parmesan gerieben


Für das Gericht nun die fertigen Fritten in die Gusspfanne geben und die angebratenen Hackfleischbällchen gleichmässig darauf verteilen.




Den Tomatensugo darübergiessen und mit der Käsemischung bestreuen.




Danach nochmals für ca. 15 bis 20 Minuten bei ungefähr 180 bis 200 °C indirekter Hitze in den Grill stellen, bis der Käse geschmolzen ist und eine goldbraune Farbe hat.

Vor dem Servieren kann man das Ganze dann noch mit etwas frischen Kräutern bestreuen, bei mir ging das irgendwie unter, der Hunger hat da wohl seine Finger im Spiel gehabt.

Ich wünsche Euch einen guten Appetit!



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Samstag, 10. Juni 2017

Beer, BBQ and... CIGARS!!


Vor 1 Woche war es wieder soweit, dass wir uns unter dem Motto "Beer, BBQ and... CIGARS!!" hier in der Schweiz mit einer Gruppe von Freunden getroffen haben.

Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr sehr positiven Anklang gefunden hatte und der eigentlich geplante Veranstaltungsort des jährlichen Treffens zum gewünschten Zeitpunkt nicht verfügbar war, gab es dieses Jahr eben wieder ein BBQ-Wochenende...

Nach der sehr intensiven Fleischorgie aus dem letzten Jahr, hatte ich die eingeplanten Menge etwas nach unten geschraubt, hungern sollte jedoch weiterhin niemand. Da isch dieser Blog hier dem Genüssen des Essens widmet, werde ich auf die zahlreichen Zigarren und auch verkosteten Craftbiere nicht weiter eingehen. Nur soviel: ja, wir haben Bier getrunken und nicht Gin, so wie es im Moment in der BBQ-Welt Mode zu sein scheint. Bier und Grillen war für mich schon immer eine gute Kombination, welche ich nicht der Modeerscheinung Gin opfern werde... ich bin da altmodisch und traditionell und bleibe beim Bier!



Die ersten Gäste trafen am frühen Freitag Nachmittag ein und so konnte der erste geplante Teil der Veranstaltung bereits in Angriff genommen werden, nämlich Wursten. Die Würste, bestehend aus einem Gemisch aus Rind und Schwein, verfeinert mit einer eigenen Gewürzmischung, wurden dann am Samstag bei einem späten Frühstück.... Brunch... zusammen mit leckerem Ei-Omelett verspeist. Da ich selbst schon öfter gewurstet habe, nutze ich einfach die Gelegenheit, den interessierten Teilnehmern, dieses Handwerk etwas näher zu bringen.



Als letztlich alle eingetrudelt waren und erste Hungergefühle aufkamen, wurden 2 Big Green Eggs eingeheizt, die uns freundlicherweise Big Green Egg Schweiz zur Verfügung gestellt hat. Als erster Gang waren, wie im letzten Jahr auch, Dry Aged T-Bone-Steaks von Yourbeef auf dem Programm. Hervorragende Fleischqualität wie gewohnt und so war es auch nicht verwunderlich, dass die knapp 5 kg Fleisch sehr schnell in den hungrigen Mägen verschwunden waren. Ein toller Einstieg in ein leckeres Wochenende...





Bereits mittags hatte ich Nackenfleisch vom Wasserbüffel frisch gewolft und eine ausreichende Menge an Burgerpatties produziert, denn für den weiteren Abend waren pro Nase noch jeweils 2 Burger eingeplant... Danke an dieser Stelle an Büffel Bill für die "just in time"-Lieferung von Fleisch und Mozzarella... Die Rezepte für die beiden Burger kamen natürlich aus meinem Buch "World Wide Burger" und zwar waren diese konkret:
  • Büffelburger mit Sauerkirschtopping und Cheddarkäse
  • Büffelburger auf Rucola mit Büffelmozzarella
Die Burgerpatties wurden in einem der Eggs bei niedriger Temperatur leicht angeräuchert (hierfür habe ich die Whiskywood-Chunks von Smokewood (*) verwendet) und dann auf dem Gussrost in einem weiteren Egg fertiggebraten und serviert. Alles wurde restlos verputzt und das Feedback war hervorragend!



Selbstverständlich klang dann der Abend bei reichlich Zigarren und dem ein oder anderen Bier noch gemütlich aus, bevor wir uns dann am nächsten Morgen wieder trafen..

Am Samstag Morgen wurden erst einmal die beiden XL Eggs angefeuert, damit jeweils 8 kg Brisket und Schweinenacken in den Rauch gelegt werden konnten, schliesslich wollten wir ja am Abend etwas Feines zu essen haben.




Nachdem sich im Laufe des Vormittags auch die Langschläfer eingefunden hatten, wurde im Perkolator von Petromax erst einmal Kaffee zubereitet... Blue Mountain Coffee aus Jamaica... für die Gäste nur das Beste... Mit der Zubereitungszeit muss ich ehrlich gesagt noch etwas üben, um die gewünschte Stärke des Kaffees zu erreichen, aber prinzipiell ist der Perkomax eine feine Sache!



Anschliessend landeten dann 4 kg Bratwürste, die wir am Vortrag frisch gemacht hatten, auf dem Grill, parallel wurden 30 legefrische Eier vom Bauernhof fachmännisch zu Omelette verarbeitet, so dass wir dann zusammen mit dem Baguette (ausnahmsweise gekauft) einen leckeren Brunch zu uns nehmen konnten.



Als Beilage zum Abendessen wurde dann auch noch Baked Beans (das Rezept, das immer sehr gut ankommt, gibt es in meinem Buch "BBQ, Burger und Co." (*)) sowie Mac'n'Cheese aus dem Petromax FT9 Dutch Oven.

Aus dem Point des Briskets hatte ich dann spontan Burnt Ends gemacht, so dass wir dann später ein klassisches BBQ-Dinner bestehend aus Brisket, Pulled Pork, Burnt Ends, Mac'n'Cheese und Baked Beans geniessen konnten... heruntergespült mit ein paar Schluck Bier, nochmals ein paar Zigarren dazu und der Tag war wieder mal eine ziemlich runde Sache!








Nach der ersten Veranstaltung im letzten Jahr war es auch dieses Mal wieder ein geniales Wochenende. Auch wenn man natürlich etwas Arbeit mit der ganzen Zubereitung und Organisation hat, ist es doch immer schön, wenn man in fast 20 zufriedene Gesichter schaut! Es war definitiv nicht das letzte Beer, BBQ and... CIGARS!!



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Montag, 22. Mai 2017

Meine Gewürzwelt


In meinem Buch World Wide Burger (*) werden verschiedene Gewürzmischungen wie z.B. Onion Bomb, Ocean Dust, Red Dust und noch ein paar weitere erwähnt, an dieser Stelle möchte ich meine Gewürzmischungen nochmals detaillierter vorstellen.

Die Gewürzmischungen sind, bis auf wenige Ausnahmen, frei von Zucker, da ich selbst diese extrem gezuckerten Rubs, die man oft in der BBQ-Welt findet, nicht so mag. Selbstverständlich können diese Gewürzmischungen alle direkt bei mir erworben werden.




Red Dust für Rind, Schwein, Geflügel, Burger

Der Allrounder aus einer Kombination von mehr als 12 verschiedenen Komponenten, wenn es um das Würzen verschiedenster Fleischsorten geht. Wenn es einen Standardrub gibt, dann ist es dieser.


Ocean Dust für Meeresfrüchte, Fisch, Wild

Dill und Zitronengras, zwei Gewürze, die diesen Rub definitiv prägen und ihren Stempel aufdrücken. Interessanterweise passt diese Mischung nicht nur gut zu Meeresfrüchten und Fisch sondern auch zu Wild.


Pig Dust für Pulled Pork

Pulled Pork, einer der Klassiker des American BBQ. Dieses Gericht lebt natürlich von einer schmackhaften Kruste des Fleisches, dieser Rub bringt genau den richtigen Geschmack hinein und wurde speziell hierauf abgestimmt.


Onion Bomb für Rind, Schwein, Geflügel, Burger

Und noch ein Allrounder, ein Geschmacksbooster par excelence! Zwiebeln helfen bekanntermassen, vorhandene Aromen hervorzuheben und so ist dieser Rub inzwischen auch sehr beliebt! Und zwar für vielerlei Gerichte!



Cherry Kiss für Rind, Schwein, Geflügel, Fisch (insbesondere Lachs)

Getrocknete Kirschen sind das Rückgrat dieser Mischung. Einerseits fruchtig, aber auf der anderen Seite auch pikant, passt dieser Rub sehr gut zu verschiedensten Gerichten. Die Fruchtsüsse und die Schärfe halten eine gute Balance.


Apple Kiss für Schwein

Apfel und Schwein, die perfekte Kombination. Somit ist dieser Rub auch DIE Wahl, wenn es um Schwein geht, seien es die geschmorten BBQ-Bäckchen, Rippchen oder auch ein Schinken...



Rib Dust für Spareribs, Babyback Ribs (Rind und Schwein)

Die ideale Mischung für Ribs. Fruchtsüsse (von den Kirschen), Schärfe (von Chili) sowie weitere Komponenten bilden das Gerüst für den perfekten Rub, der nach der Zubereitungszeit auch die gewünschte Mahagonifarbe liefert.



Bacon Dust für Geflügel

Hier kann man nicht viel sagen, ausser: perfekte Kombination!



Coffee Dust für Rind, Schwein, Geflügel, Lamm

Gemahlene Espressobohnen und Kräuter harmonieren wunderbar mit kräftigem Fleisch wie Rind und Lamm, aber auch Schwein und Geflügel können hiermit eine andere als die übliche Geschmacksrichtung bekommen.



Swiss Dalmatian für Rind, Schwein, Geflügel

Nicht ganz so komplex wie der Red Dust, dafür mit etwas mehr Schärfe, also ein guter Allrounder für alle, die es etwas schärfer mögen.



Cajun Dust für Chili con Carne, mexikanisch

Abgestimmt auf den Geschmack eines klassischen Chilis wird hier mit Hilfe von Chipotle einerseits eine gewisse Erdigkeit erzielt, andererseits bringt dies in Kombination mit anderen Chili- und Pfeffersorten eine gute Portion Schärfe mit ins Spiel.



Hellas Dust für mediterran, Rind, Schwein, Geflügel, Lamm

Dieser Rub, mit einer Kombination aus verschiedensten Kräutern, ist der ideale Begleiter, wenn es um mediterrane Küche geht. Ergänzt mit einem guten Olivenöl wird es zu einem Genusserlebnis.



High 5!, ein natürlicher Geschmacksverstärker (besonders gut für Burger, einfach zusätzlich zu den üblichen Gewürzen hinzufügen)

Jeder hat gewiss schon von der Geschmacksrichtung "umami" gehört, die sich in den letzten Jahren neben "salzig", "süss", "bitter" und "sauer" etabliert hat. Mit High 5! wird genau dieser Umamigeschmack hervorgehoben, Fleisch schmeckt dadurch noch fleischiger, aber auch das Aroma anderer Zutaten wird intensiviert.


Die Gewürze werden in praktische Beutel abgefüllt (Füllmenge je nach Wunsch zwischen 50 und 300 g) und aromaversiegelt.

Aktuell arbeite ich gerade an einer Mischung für Wurst, es wird eine Basismischung, mit der man eine solide und leckere grobe Bratwurst würzen kann. Wursten ist in den letzten Monaten und (fast schon) Jahren sehr populär geworden und nach dem Besuch bei Yourbeef im Januar 2016, habe ich selbst auf mit dem Wursten begonnen. Wer also gerne selbst wursten möchte und noch eine geeignete Mischung zum Würzen sucht, der kann sich gerne bei mir melden...





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Donnerstag, 4. Mai 2017

Strassenfutter


Früher hiessen die Dinger Imbisswagen, heute sind es Foodtrucks. Die Ansammlung selbiger nennt man dann Streetfoodfestival. Bisher habe ich nicht geschafft, eines in der Schweiz zu besuchen, da ich an den entsprechenden Wochenenden entweder bereits verplant oder gar nicht da war. Das hat sich aber jetzt auch einmal geändert und so machte ich mich am Samstag auf den Weg nach Buchs zum 1. Werdenberger Street-Food-Festival. 30 verschiedene Foodtrucks versprachen eine ordentliche Auswahl, ob sie gehalten haben, was sie versprachen, sollte sich herausstellen.



Hier nun die Sachen, die ich probiert habe mit einem kurzen Fazit:
  • Hot Dog Klassik von Heissihønd: es war jetzt kein Überflieger, aber ein solider und leckerer Hot Dog. Ich hatte Hunger und da kam mir der genau recht. Für den Luksus mit Kobebratwurst, Trüffel und Blattgold (stolze CHF 250!!) war mir dann doch das Geld zu schade...




  • Indische Samosas von Kumari Indian Food: überraschend lecker, auch die vegetarische Variante.

  • Tibetische Dumplings mit Fleisch und Gemüse von Tenz Momo: für mich das beste Essen, dass ich an diesem Nachmittag auf dem Teller hatte... richtig gut!

  • Jamaikanische Patties im Kurkuma-Teig von Jamrock Patties: auch lecker, hätte ich mir allerdings auch sehr gut als Burger vorstellen können.

  • Chorizoburger von Che Lui Streetfood: prinzipiell ein guter Burger im leckeren Bun, ABER einen dicken Minuspunkt gibt es für den eiskalten Paprika, der auf der Unterhälfte zu finden war... den hätte man wenigstens nach der Kühlung etwas anwärmen können...

  • Minidonuts von Kings Mini-Donuts: das war ein leckerer Nachtisch, ich denke auch, bei einfaches Donuts kann man nicht viel falschmachen.

  • Maisbrot mit Muni von Stierli's: das war nichts... und jetzt weiss ich auch, warum man mir so aufdringlich Sauce angeboten hat, die ich aber abgelehnt habe... das Fleisch und auch das verwendete Brot waren furztrocken. Zum Glück hatte ich nur eine Probierportion.


Alles in allem war es eine schöne Veranstaltung, die einen ordentlichen Querschnitt verschiedenster Speisen geboten hat... wünschenswert wäre es, wenn vermehrt kleine Portionen angeboten würden, so dass man einfach eine grössere Auswahl probieren kann...