Samstag, 11. November 2017

Martinsgans mal anders...


Am 11.11. kommt in vielen Haushalten traditionell Gans auf den Tisch... klassische Beilagen sind hierbei Rotkraut und Knödel. Genau dieses Gericht hatte ich auch auf dem Plan... nur eben in Form eines Burgers!

Das Thema "Gans" zog sich sehr konsequent durch das gesamte Konstrukt:
  • Das Bun, auf Basis meiner DejaMOO Cuban Buns, wurde in dieser Variante mit Gänseschmalz gebacken.
  • An Stelle einer normalen BBQ-Sauce, Ketchup oder Senf wurden die beiden Bunhälften mit Gänselebepastete bestrichen.
  • Salat kam hier in Form eines Cole Slaw aus Rotkraut zum Einsatz, einfach nur angemacht mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer.
  • Das Pattie, eine Mischung aus gewolftem Fleisch auf Brust und Keule, wird lediglich mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt, zusätzlich wurde noch eine fein gehackte Frühlingszwiebel untergemischt (Pankobrotbrösel nach Bedarf zur ausreichenden Bindung).
  • Weil Käse immer gut passt und bei einem Burger nie verkehrt ist, kam noch Scamorza obenauf. 




Donnerstag, 2. November 2017

Die ROXY Burgerparty


Die Roxy Bar in Kreuzlingen ist direkt neben der Portmann Zigarrenlounge, die ich mit gewisser Regelmässigkeit aufsuche, um in Ruhe mit Freunden die ein oder andere Zigarre in Rauch aufgehen zu lassen. Daher habe ich dann natürlich auch schnell festgestellt, dass es im Roxy Burger gibt... und zwar wirklich gute Burger. Irgendwann kommt man dann natürlich auch mal ins Gespräch, Bettie kaufte auch ein Burgerbuch (*) von mir und im Spätsommer wurde dann auch die Idee für einen Burgerabend geboren.



Aufgrund meiner Ferien und einer gewissen Planungsphase entschieden wir uns für einen Termin Ende Oktober und haben das ganze dann auch mit dem Thema Halloween verbunden... da passt mein Halloween Burger mit Kürbistopping natürlich perfekt. Dazu noch ein leckeres Farmhouse Ale von Pilgrim und das Paket war geschnürt.

In der Küche war ich logischerweise letzten Freitag dann mit dem Zubereiten und Anrichten beschäftigt, aber für ein paar Bilder hat es schliesslichdoch gereicht... wir haben an diesem Abend einige Burger rausgehauen und das Feedback war durch die Bank positiv! Es hat echt Spass gemacht und vielleicht gibt es ja in der Zukunft noch den ein oder anderen Abend mit einem Spezialburger...

 








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Mittwoch, 25. Oktober 2017

Deja-MOO Cuban Buns


Briochebuns sind DER Standard, wenn es um Burgerbrötchen geht. Es gibt hierzu viele Rezepte, fast jedes wird als das "beste" oder "ultimative" angepriesen, das ein oder andere hat sich definitiv auch etabliert und durchgesetzt, wie z.B. das Rezept von Jörn Fischer. Der geneigte Leser wird letztlich feststellen, dass sich die Rezepte in den meisten Fällen auch sehr ähneln. Nachvollziehbar, denn auch ein Briocheteig wurde nicht erst durch die Burgerszene neu erfunden, den gibt es schon etwas länger.

Ich selbst habe natürlich auch sehr viele Burger mit Briochebuns gemacht und nach einigem Ausprobieren habe ich das für mich optimale Rezept gefunden. Während meiner Ferien in Florida im letzten Jahr, habe ich dort die sogenannten Cuban Rolls kennengelernt, also Burgerbuns, die nach dem Vorbild eines kubanischen Rezeptes gemacht werden. Die spezielle Zutat ist in diesem Fall Schweineschmalz, welches wiederum dem Brötchen einen herzhaften Geschmack verleiht. Während meiner Bun-Optimierungsphase bin ich ohnehin zu der Erkenntnis gekommen, dass die Verwendung von Öl an Stelle von Butter (auch für die Briochebuns) eine gute Alternative ist, die den Teig fluffiger und das fertige Brötchen weniger mastig werden lässt. Daher konnte ich mir gut vorstellen, dass die Brötchen mit Schmalz sehr gut funktionieren. Die, die ich in Florida gegessen hatte, waren auf jeden Fall sehr lecker.

Somit habe ich vor einer Weile eine neue Bun-Phase eingeleitet, indem ich verschiedene Rezepte für die Cuban Rolls ausprobiert habe, die Flüssigkeitsmengen wurden in den Testreihen der einzelnen Versionen entsprechend ausgetestet:
  • Version 1: Teig mit Öl und die Rohlinge vor und nach dem Backen mit Salzwasser bepinselt
  • Version 2: Teig mit Schweineschmalz, Rohlinge nach dem Backen nur mit Wasser bepinselt
  • Version 3: Teig mit Schweineschmalz, Rohlinge vor und nach dem Backen mit Salzwasser bepinselt

Version 2 war für meinen Geschmack schon richtig gut, Version 3 ist einfach noch einen Tick herzhafter und definitiv mein Favorit. Ich werde demnächst noch eine weitere Version testen, bei der ich das Schweineschmalz durch Baconfett ersetzen werde, das ist aber nur noch eine kleine Spielerei, das Grundrezept ist aus meiner Sicht auf jeden Fall fix.

Hier nun das Rezept für die "Deja-MOO Cuban Buns":

Zutaten
  • 500 g Mehl
  • 250 ml warmes Wasser
  • 12 g Salz
  • 5 g Zucker
  • 40 g Schweineschmalz
  • 21 g Hefe

Zubereitung
Zuerst das warme Wasser und das geschmolzene Schweineschmalz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, die Mischung sollte nicht mehr als 37 °C haben. Den Zucker hinzufügen, auflösen und dann die Hefe hineinbröseln und ebenfalls durch Rühren, z.B. mit dem Schneebesen, auflösen. Anschliessend Salz und Mehl dazugeben und mit der Küchenmaschine für 15 Minuten kneten, der Teig sollte am Ende glatt und geschmeidig sein.

Den Teig an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen. Anschliessend in 10 Portionen teilen (für 130 g Patties habe ich ca. 82 g pro Bun), in gleichmässige Kugeln formen und auf dem Blech für nochmals 1 Stunde gehen lassen. Danach im auf 200 °C vorgeheizten Backofen für ca. 20 Minuten bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen. Wer es etwas herzhafter mag, bepinselt die Buns vor und nach dem Backen mit Salzwasser. Ansonsten verwendet man nach dem Backen nur reines Wasser zum Bepinseln und lässt die Buns unter einem Handtuch abkühlen, so verhindert man das Bilden einer Kruste.



Ein Bekannter von mir hat das Rezept von mir schon vor einiger Zeit getestet, hier mit Sesamtopping und Ei bepinselt.



Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr das Rezept ausprobieren würdet und mir Euer Feedback dazu gebt!


Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Burger und das Biest


Unsere Ferien hatten wir dieses Jahr etwas ungünstig geplant, denn nur ein paar Tage vor der geplanten Abreise zog der Hurrikan Irma u.a. über Florida hinweg und hinterliess seine Spuren, die jedoch weniger drastisch ausfielen, als phasenweise befürchtet. Berichterstattung in den Medien und die Situation vor Ort zeigten doch zwei deutlich unterschiedliche Bilder..

Unsere erste Anlaufstelle war nach der Ankunft in Miami das Lokal von El Magos de las Fritas in der Calle Ocho, wo wir mit den Worten "Welcome home" und einem leckeren Frita Doble begrüsst wurden. Genau das richtige nach einem 10 stündigen Flug und Flugzeugfutter (wenngleich die Mahlzeiten bei Swiss wesentlich geniessbarer sind als bei anderen europäischen Fluggesellschaften). Bevor wir uns dann auf den Weg ins Hotel nach Fort Lauderdale machten, gab es noch ein Foto zusammen mit El Mago, dem Gründer des Ladens, und Barry, seinem Schwiegersohn, der zusammen mit seiner Frau das Burgergeschäft weiterführen wird.





In Folge dieser Ereignisse mussten wir auch den Veranstaltungsort verlegen, denn ursprünglich wollten wir direkt beim Burger Museum von Burger Beast die Sause steigen lassen. Aufgrund der flächendeckenden Stromausfälle und den daraus resultierenden Arbeiten, war der Parkplatz mit Fahrzeugen des lokalen Stromversorgers gepflastert. Die Alternative, die Concrete Beach Brewery im Wynwood Art District in Miami war aber definitiv keine schlechte Wahl. Coole Location mit gutem Bier... das Wetter war sonnig und heiss, man sollte kaum glauben, was eine Woche zuvor hier noch los war. Leider führte diese Hitze und der Umstand, dass viele Leute seit diesem Wochenende wieder Strom hatten und somit zu Hause in den klimatisierten Räumen blieben, dass nicht ganz so viele Besucher kamen, wie erwartet. Nichtsdestotrotz hatten wir eine tolle Zeit und haben auch einige Spezialburger (eine angepasste Version des Bratwurst Burgers aus meinem Buch) rausgehauen, die bei der Besuchern sehr gut ankamen. Da Barry mit seinem Foodtruck "Magic Box" regelmässig bei solchen Events ist, ging alles wie geschmiert und ich hatte auch genügend Zeit, die Bücher zu signieren, mich mit den Leuten zu unterhalten und das ein oder andere Bier der lokalen Brauerei zu probieren!







Aufgrund der ganzen Nachwirkungen von Irma schaffte es Sef aka Burger Beast (und an dieser Stelle schliesst sich noch auch der Kreis zum Titel), einer der bekanntesten Foodblogger in Miami und dem Süden Floridas, leider nicht, bei dem Event bei der Concrete Beach Brewery dabeizusein, so wie es ursprünglich der Plan war. Ein Besuch in seinem Burgermuseum stand für uns ohnehin noch auf dem Plan und so holten wir das persönliche Treffen dort nach! Das Burgermuseum ist direkt beim Magic City Casino in Miami und bietet eine beeindruckende Sammlung an Memorabilien aus der Welt der Burger. Der aktuelle Ausstellungsstand ist, wie mir Sef erzählte, nur etwa 2/3 dessen, was er zu dem Thema zusammentragen konnte und nach der geplanten Erweiterung der Räumlichkeiten Ende 2017, Anfang 2018, wird die Ausstellung entsprechend vergrössert und auch noch durch weitere Specials ergänzt!

Nachdem wir, seit der Idee für das Buchevent im Februar diesen Jahres, lange nur über diverse Onlinemedien in Kontakt standen, war es natürlich schön, dass wir uns endlich auch einmal persönlich kennenlernen konnten!

Bevor wir dann die Weiterreise antraten, habe ich noch die Exemplare meines Buches, die jetzt im Burgermuseum zum Verkauf ausliegen, persönlich signiert.

Sef, it was a pleasure to meet you and we will come back for sure! I am definitely thinking about our plans for 2019... Hamburger House Party in May... I will keep it in mind for sure!








Montag, 25. September 2017

Burgerapéro


BÄÄÄMMMM!!! 280 Burger rausgehauen!


Aber fangen wir erst mal vorne an!

In der ERNI Gartenarena findet von Mai bis September immer am ersten Donnerstag des Monats ein kleiner Apéro unter jeweils einem Motto mit unterschiedlichen Sponsoren statt. Eher zufällig habe ich davon erfahren und das Motto für September war provisorisch mit "Hamburger-Plausch" betitelt, was würde da nicht besser passen, als ein paar Burger aus meinem Buch "World Wide Burger" (*) zu braten und auch das Buch den Gästen vorzustellen.




Folgende Burger wurden in Apérogrösse (5cm Durchmesser) serviert:
  • Green Chili Cheeseburger mit einem pikanten Topping aus Jalapeños überbacken mit Cheddar
  • Pouletburger mit hausgemachter Burgersauce und einem Paprika-Zwiebel-Topping, wahlweise mit Cheddar
  • Buffalo Bill Burger mit Gurkenrelish, einem süsslich-pikanten Sauerkirschchutney, Cheddar und Bacon

Da ich natürlich am Grill beschäftigt war, blieb kaum Zeit für Bilder, daher nur ein paar "Mobiltelefon-Schnappschüsse". Es war definitiv ein schöner Abend, den Gästen hat es geschmeckt, alle waren zufrieden und es gab durch die Bank nur Lob! 280 Burger wurden ausgegeben, mehr muss man dazu nicht sagen!

Ein grosses Dankeschön auch an dieser Stelle an Uwe Schwierskott von der Weinbar zum Löwen in Kreuzlingen, der mit mir zusammen für die Versorgung der Gäste gesorgt hat. Es macht einfach Spass, mit einem Profi zusammen zu arbeiten!

Glücklicherweise war an diesem Abend auch jemand im Auftrag der Gartenarena mit einer Kamera unterwegs, so dass ich hier noch ein paar weitere Eindrücke habe, alle folgenden Bilder wurden mir zur Verfügung gestellt.









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Freitag, 8. September 2017

Burger vom Ringgrill


In unserer Wohnanlage im Bommert hat es seit etwas mehr als einem Jahr einen Ringgrill von Yagoona, eine schöne Geste unserer Verwaltung nicht nur Spielplätze für die Kinder zu bauen, sondern auch etwas für die Erwachsenen zur Verfügung zu stellen.

Die Nutzung erfolgt durch einige der Mieter recht regelmässig, aber aufgrund der Tatsache, dass ich ja meine eigenen Grills auf dem Balkon habe, habe ich diesen Ringgrill noch nie so richtig in Anspruch genommen... wenn man von ein paar Bratwürstchen bei einem gemeinsamen Beisammensein einmal absieht. Da ich kurzfristig im August noch ein paar freie Tage einschieben musste, habe ich das gute Wetter genutzt, um auch mal ein paar Burger auf diesem Grill zu zaubern.

Bei den Burgern wollte ich erst einmal nichts Neues ausprobieren und habe auf zwei bewährte Rezepte zurückgegriffen, beide findet ihr auch in meinem Burgerbuch (*), nämlich den Green Chili Cheeseburger auf S. 78 und den Durocburger auf S. 160.

Bei den Buns habe ich dieses Mal nicht zu Briochebuns sondern zu einem modifizierten Rezept meiner Cuban Buns gegriffen, dieses Mal hatte ich das Öl durch Schweineschmalz ersetzt und die Brötchen nur mit Wasser bepinselt, damit sich keine Kruste bildet. Der Geschmack war noch etwas herzhafter als bei der ersten Version, genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte und auch von meiner Erfahrung in Miami kannte. Ein gelungener Versuch muss ich sagen, die Buns werde ich definitiv in der regelmässigen Rotation behalten.

Hier noch ein paar Bilder dieser kleinen Burgersession...

Green Chili Cheeseburger mit Rindfleischpattie, Jalapeno-Habanero-Salsa, Cheddar und Smoky Plum BBQ Sauce






Durocburger mit Duroc-Schwein-Pattie, Pfirsischchutney, Cheddar und Durocbacon






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Samstag, 26. August 2017

Heidelbeerkuchen


Vor kurzem bin ich bei Twitter über ein Bild eines sehr ansprechend aussehenden Blaubeerkuchens gestolpert, der in einer Gusseisenpfanne gebacken wurde. Nach kurzer Suche fand ich mit der Seite Bake from Scratch die Quelle des Rezeptes und habe es dann direkt ausprobiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Kuchen auch mit Kirschen oder Äpfeln sehr lecker schmeckt...

Das Originalrezept ist für eine 10"-Pfanne, somit hat die Petromax FP25H (*) genau die richtige Grösse, anbei die Übersetzung des leicht modifizierten Rezeptes (die Bilder beziehen sich noch auf die ursprüngliche Vorgehensweise):

Zutaten
  • 150 g Weizenmehl
  • 150 g Zucker
  • 50 g Maismehl gelb
  • 5 g Salz
  • 5 g Backpulver
  • 3 g Natron
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • 110 g geschmolzene Butter
  • 200 g Schmand
  • 2 Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 200 g Heidelbeeren
  • 1 EL Zucker
  • Puderzucker zum Garnieren

Zubereitung

Den Grill auf 180 °C indirekte Hitze vorheizen und die Gusspfanne zum Aufheizen auf den Rost stellen.

In einer grossen Schüssel Weizen- Maismehl, Zucker, Salz, Backpulver, Natron und Zitronenabrieb vermengen und in der Mitte eine Kuhle vorsehen.

In einer zweiten Schüssel 100 g geschmolzene Butter, Schmand, Euer und das Mark der Vanilleschote vermengen. Diese Mischung dann in die Kuhle der Mehlmischung geben und alles miteinander verrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist.

Die heisse Pfanne mit Handschuhen aus dem Grill holen und mit der restlichen Butter komplett einfetten, dann den Teig in die Schüssel geben und die Heidelbeeren gleichmässig darüber verteilen (im Originalrezept wird eine Lage Heidelbeeren nach der Zugabe der halben Teigmenge eingefügt, das hat aber bei dazu geführt, dass alles nach unten durchgesackt ist). Zum Schluss den restlichen Zucker (1 TL)  gleichmässig darüber verteilen und im Grill ca. für 35 Minuten backen. Ein Holzstäbchen, das man in der Mitte hineinsticht, sollte beim Herausziehen sauber sein. Nach einer Auskühlzeit von ca. 30 Minuten noch mit Puderzucker bestreuen, dann aufschneiden und servieren.










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Montag, 7. August 2017

Bücher


Wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einmal ein Buch schreiben werde, hätte ich ihn wahrscheinlich ausgelacht. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet und nach einem ersten, noch überschaubaren Büchlein, habe ich inzwischen ein umfangreiches Burgerbuch zu Papier gebracht. Beide Bücher sind sowohl in deutscher (bei Amazon) als auch in englischer Sprache (direkt bei mir) erhältlich. Eine Ebook-Version von World Wide Burger ist noch in Arbeit.




Für das Burgerbuch "World Wide Burger" stehen dieses Jahr evtl. noch verschiedene Promo-Events an, Details dazu werden dann jeweils auf der Facebookseite zu finden sein. Sicher ist schon, dass es einen Termin in Miami im September zusammen mit El Mago de las Fritas und Burgerbeast geben wird. Die ein oder andere Veranstaltung in der Schweiz oder im süddeutschen Raum steht ebenfalls noch auf der Planungsliste...

Seit kurzem kann mein Buch auch in Flynn's Arcade in Köln erworben werden, vielen Dank auch hier für die Möglichkeit. Unabhängig davon, dass hier natürlich eine Kooperation besteht, kann ich Euch diesen noch relativ neuen Burgerladen wirklich ans Herz legen, denn er ist definitiv im Kreis der (aus meiner Sicht) guten Burgerläden in Köln anzusiedeln! 










Samstag, 15. Juli 2017

Neues und Bewährtes


Ab und zu muss man auch mal wieder etwas Neues testen. Aus meinem Berufsleben bin ich es gewohnt, dass man nicht 2 Sachen auf einmal ändern sollte, also immer eine Änderung nach der anderen, so dass man auch genau sieht, welche Änderung welchen Einfluss hat. Eigentlich ja auch logisch.

Bei dem Neuen handelt es sich um ein neues Rezept für Buns. Briochebuns habe ich jetzt bereits bis zum Abwinken gemacht, die werden auch zuverlässig gut und das Rezept und für meinen Geschmack ausgereift. Jetzt hatte ich eine etwas deftigere und weniger süsse Variante im Kopf. Ausschlaggebend waren die kubanischen Brötchen, die man z.B. bei El Mago de las Fritas bekommt und auch wenn das Rezept dieser Buns ein gut gehütetes Geheimnis des dortigen Bäckers ist, habe ich meinen eigenen Versuch gestartet.

Die Internetrecherche hat mir auch ein paar interessante Rezepte als ersten Ideenanstoss geliefert. Auf Basis anderer Rezepte, die ich bereits realisiert habe, wurde ein bisschen getüftelt und variiert... heraus kamen dann diese leckeren Brötchen... ein spezieller Aspekt ist definitiv, dass ich die Buns sowohl vor als auch nach dem Backen mit Salzwasser bepinselt habe, das gibt nochmals einen richtigen guten Kick für den Geschmack. Die Buns selbst waren auch sehr fluffig, ich behaupte sogar, fluffiger als üblicherweise meine Standard-Briochebuns (wobei diese durch einige Tüftelei ebenfalls besser und optimaler geworden sind).

Hier noch das Rezept, das ich verwendet habe:
  • 500 g Mehl
  • 250 ml warmes Wasser
  • 10 g Salz
  • 10 g Zucker
  • 40 ml Öl
  • 21 g Hefe

Beim nächsten Versuch werde ich sicher das Öl durch Schweineschmalz ersetzen, so wie es üblicherweise bei dieser Art von Brot der Fall ist.

Für den Geschmackstest kam dann ein bewährtes Pulled Pork, gewürzt mit meinem Pig Dust, zum Einsatz, kombiniert mit meiner Smoky Plum BBQ Sauce, die ich letztes Jahre in ausreichender Menge eingekocht und bevorratet habe Das Rezept dazu gibt es, neben vielen weiteren Rezepten, in meinem Burgerbuch "World Wide Burger" (*). Auf Coleslaw habe ich dieses Mal verzichtet, ich hatte schlichtweg keine Zeit, Weiss- oder Rotkraut zu kaufen...

Auch wenn es zum Pulled Pork nichts Neues zu berichten gibt, an dieser Stelle einfach nochmals zwei Hinweise:
  1. Ein Pulled Pork muss nicht zwangsläufig wie ein Brikett aussehen, ein schönes Mahagonibraun ist ausreichend (und mir persönlich auch lieber).
  2. Die Zubereitungszeit für ein Pulled Pork muss nicht Ewigkeiten betragen, zumindest in einem Kamadogrill (z.B. Big Green Egg, Monotlith etc.) ist das aus eigener Erfahrung problemlos in 8 bis 10 Stunden machbar.

Da das Thema durchaus interessant ist, werde ich in der nächsten Zeit evtl. noch genauer auf die Zubereitungszeit incl. Plateauphasen und auch den Smokering eingehen.

Fazit: die weniger süsse Version in Kombination mit dem Bepinseln mit Salzwasser hat mir extrem gut geschmeckt und war gewiss nicht die letzte Charge Burgerbuns in dieser Ausführung...




Update 04.08.2017: Inzwischen habe ich einen weiteren Test gemacht und das Öl durch Schweineschmalz ersetzt und die Buns nicht mit Salzwasser bepinselt. Der Geschmack war klasse, auf jeden Fall noch einen Tick besser als die erste Variante... jetzt habe ich noch eine weitere Idee, aber dazu dann zu einem anderen Zeitpunkt mehr...


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Mittwoch, 28. Juni 2017

Aus einem Guss...


...pfännchen kommt das heutige Gericht, das einfach zu machen war und wirklich extrem lecker ist!

Es war die erste richtige Benutzung meiner neuen Gusspfanne, der FP25H (*) von Petromax, die ich bei einem der monatlichen Gewinnspiele im Forum von mybbq.net gewonnen habe. Zu diesem Gericht wurde ich von einem Special der Fetten Kuh inspiriert, dort gab es das Ganze vor geraumer Zeit in ähnlicher Form.

Hier die Zutaten und Zubereitungschritte für die einzelnen Komponenten:

Hackfleischbällchen
  • 240 g frisch gewolftes Büffelfleisch
  • Salz, Pfeffer

Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen, 8 Bällchen formen und diese dann in der Gusspfanne mit etwas Öl (ich habe in diesem Fall Baconfett genommen) anbraten.



Fritten
  • 500 g mehligkochende Kartoffeln
  • Salz

Die Kartoffeln schälen und in Stifte schneiden. Danach für ca. 1 Stunde in Wasser legen, abtropfen lassen und in 2 Schritten frittieren (zuerst bei 130, anschliessend bei 170 °C).

Zwei Hinweise zu den Fritten: es gibt da verschiedene Philosophien, aber da ich im Rahmen meines Buches verschiedenste Varianten ausprobiert habe, bin ich der Meinung, dass mehligkochende Kartoffeln und das zweimalige Frittieren das beste Ergebnis liefern. Das ist natürlich nichts weltbewegend Neues, die Belgier machen das schon lange so. Und auch wenn Belgien nicht für kulinarische Höhenflüge bekannt ist, so können sie doch eines... nämlich richtig gute Fritten!


Tomatensugo
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 kleiner roter Paprika
  • 5 EL passierte Tomaten
  • 300 g Tomaten
  • frische Kräuter
  • 1 EL Balsamicoessig
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten

Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in einem kleinen Topf mit etwas Öl andünsten. Anschliessend den fein gehackten Paprika, die passierten Tomaten, die grob gewürfelten Tomaten sowie die gehackten, frischen Kräuter (ich habe mich hier für Majoran und Rosmarin entschieden) dazugeben und die Mischung für gut 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis alles ordentlich eingedickt ist. Zum Schluss den Balsamicoessig hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Zum Überbacken
  • 80 g Gruyere gerieben
  • 80 g Parmesan gerieben


Für das Gericht nun die fertigen Fritten in die Gusspfanne geben und die angebratenen Hackfleischbällchen gleichmässig darauf verteilen.




Den Tomatensugo darübergiessen und mit der Käsemischung bestreuen.




Danach nochmals für ca. 15 bis 20 Minuten bei ungefähr 180 bis 200 °C indirekter Hitze in den Grill stellen, bis der Käse geschmolzen ist und eine goldbraune Farbe hat.

Vor dem Servieren kann man das Ganze dann noch mit etwas frischen Kräutern bestreuen, bei mir ging das irgendwie unter, der Hunger hat da wohl seine Finger im Spiel gehabt.

Ich wünsche Euch einen guten Appetit!



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