Sonntag, 25. September 2016

Gutes Brot...


... ist nicht unbedingt einfach und überall zu finden. Das wird einem auch mal wieder nach einem zweiwöchigen USA-Aufenthalt ganz deutlich bewusst. Das meiste Brot, das man dort bekommt, erinnert eher an Pappe als an Brot und auch die sogenannten deutschen Bäckereien sind Lichtjahre von dem entfernt. was man aus Europa kennt.

Und dann bekommt man das Buch der Wildbakers Johannes Hirth und Jörg Schmid in die Hand, schlägt es auf und denkt sich: ja, das ist wirklich gutes Brot! Denn alleine die Bilder machen schon Lust darauf, direkt die Zutaten zusammenzumischen und ein Brot in den Ofen zu schieben.

Ich hatte Anfang des Jahres bei einer Veranstaltung von yourbeef.de in Tübingen die Chance, ein Weissbrot der Wild Bakers zu probieren. Es mag seltsam klingen, aber mit einem einfachen Baguette, das man üblicherweise kennt, hatte dieses Brot (im positiven Sinne) wenig zu tun. Es ist schwer zu beschreiben, aber geschmacklich war es echt eine andere Liga! Alle Beteiligten kamen aus dem Schwärmen garnicht mehr heraus!



Aber zurück zum Buch: nach einer (für mich als Backlaie) interessanten Einführung über Getreidesorten, verschiedene Teiggrundlagen und diverse andere Tipps geht es direkt los mit den ersten Broten. Ganz bodenständig beginnt die Sache mit Weissbrot, Schwäbischem Landbrot bis hin zum Opa-Franz-Brot. Danach wird es kerniger... Dinkel-Walnuss-, Müesli- und Mandelbrot. Wer jetzt glaubt, dass das alles nichts besonderes sei, der sollte weiterlesen, denn die Kreationen werden immer ausgefallener aber sind trotz allem sehr geht erklärt und die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sollten auch dem Anfänger ermöglichen, ein gutes Brot zu backen.

Schwarzbierstangen, Rote-Beete-Brot, Spinat-Paprika-Baguette. Keine Zutat, die die beiden in die Finger bekommen, ist vor Ihnen sicher und landet in einem Brot. Es gibt sogar, und das freut mich in Hinblick auf mein Burgerbuch natürlich ganz besonders, auch ein Rezept für Burgerbuns, das ich demnächst auch direkt einmal ausprobieren muss!

Im letzten Abschnitt des Buches findet sich auch noch eine schöne Auswahl von Fingerfood für Parties, pikante Bloody-Mary-Schillerlocken, Fleischkäse Schneckle oder auch Breadball-Varianten sind hier nur ein paar Beispiele, die Lust auf noch mehr machen.

Falls ihr jetzt auch das Werk der Wild Bakers möglichst schnell in den Händen halten wollt, hier noch die genauen Details sowie ein Link zu einer Bestellmöglichkeit, denn ich muss jetzt erst einmal etwas backen.

Johannes Hirth, Jörg Schmid
Wildbakers
Von zweien, die auszogen, das perfekte Brot zu backen
192 Seiten
21 x 26,5 cm, Hardcover, ca. 500 Fotos
19.99 € (D) / 20.60 € (A) / 26.90 CHF (CH)
ISBN: 978-3-8338-5526-9

http://amzn.to/2cSgaIU (*)



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Donnerstag, 15. September 2016

Von der Idee zum Burger


Immer wieder kommt die Frage auf, wie denn die Kreationen, die ich jede Woche mache, eigentlich entstehen... und manch einer ist dann sehr überrascht, wenn er eine Skizze wie die folgende sieht.


Interessant ist, dass diese Methode aber nicht unbedingt etwas ist, was mich als Hobbykoch von einem gelernten Koch unterscheidet. Ich habe mich zwischenzeitlich mit einigen Köchen unterhalten und dadurch einen gewissen Eindruck bekommen können. Da gibt es die, die es ähnlich handhaben wie ich, mit Blatt, Skizze, Notizen. Sozusagen eine Spezifikation und Bauanleitung für den Burger. Und es gibt die, die einen Geschmack im Sinn haben und dann die Töpfe und Pfannen klappern lassen, um genau diesen Geschmack zu kreieren. Völlig unterschiedliche Vorgehensweise, auf dem Teller hoffentlich das gleiche Ergebnis.

Und kreativ wird man bei der Sache ja trotzdem noch, denn die einzelnen Komponenten brauchen ja auch noch eine Zubereitungsart, diverse Zutaten. Und es soll reproduzierbar sein. Dieser Ansatz ist definitiv bei mir ein anderer. Viele kochen einfach drauf los, bekommen aber nicht 2 mal das gleiche Gericht mit dem identischen Geschmack hin. Es schmeckt beide Male gut, keine Frage. aber eben jedes Mal ein bisschen anders. Selbst wenn man sich strikt an eine Rezept hält, werden sich Unterschiede ergeben, aber ich bin der Meinung, dass die Unterschiede dann einfach geringer sind. Ja, ich bin ein klarer Anhänger von Rezepten, ich schreibe auch alles auf, was ich mache, um es hinterher wieder reproduzieren zu können, zumindest, wenn es gut war. Und für die Erstellung eines Kochbuches ist es ohnehin unabdingbar, den mit schwammigen Angaben wäre kein Leser in der Lage, die Burger nachzubauen. Eine Prise Salz, eine ordentliche Portion Hackfleisch, ausreichend von dem, genug von jenem... das funktioniert leider nicht.

Andererseits sehe ich meine Rezepte auch nicht als die 10 Gebote und so geht es mir auch mit Rezepten aus anderen Büchern. Einmal probiert, fange ich auch gerne an, zu variieren und mache mir dann im Buch die jeweiligen Rezepte, so wie es meine Leser vielleicht auch machen werden.

Aber zurück zum oben skizzierten Burger, der ebenfalls in meinem neuen Buch mit dabei sein wird. Der Kern der Sache, um den ich alles aufgebaut habe, sind die beiden rot eingekreisten Komponenten: Oktopus und Fleisch. Dann braucht es aber noch weitere Komponenten wie "Süsse" und "Säure", ein bisschen "Crunch" kann auch nicht schaden.

Die Süsse kommt über karamellisierte Zwiebeln. Wer meine Burger etwas näher kennt, dem ist gewiss aufgefallen, dass ich fast nie mit rohen Zwiebeln arbeite... die karamellisierten Zwiebeln haben ein viel besseres Geschmacksprofil (zumindest für mein Dafürhalten).

Für die Säure habe ich zu einem Tomaten-Paprika-Salsa gegriffen, bei dem der verwendete Balsamico-Essig genau diese Säurenote mit einbringt.

Der Crunch kommt vom kross gegrillten Oktopus.

Alles zusammen ergab mit dem Gallowayfleisch eine intensive Aromenexplosion, anders kann man es in diesem Fall wirklich nicht bezeichnen. Hätte ich das ganze auch mit blossem Ausprobieren hinbekommen? Gewiss... aber zumindest für mich wäre der Weg wesentlich länger und aufwändiger gewesen. Möglicherweise habe ich dadurch auch ein paar kulinarische Exkursionen verpasst, aber man kann nun mal nicht immer alles haben. In Hinblick auf den Veröffentlichungstermin meines Buches im nächsten Frühjahr habe ich auch immer etwas die Zeitschiene im Nacken.

Und hier noch das fertige Resultat, der Octopussy!



Mittwoch, 24. August 2016

Surf'n'Turf einmal anders


Zugegeben, die erste Variante ist schon sehr nahe dran am klassischen Surf'n'Turf, wenngleich ich kein Steakfleisch für den Burger genommen habe. Und auch nicht nur Rind, sondern einen 50/50-Mix aus Galloway-Rind und Reh. Klingt zuerst einmal abenteuerlich ist aber geschmacklich sehr reizvoll. Für die Säure noch etwas Gurkenrelish, obenauf eine gegrillte Riesengarnele und die spezielle Whiskysauce von Andrew vom Bowmore House und fertig ist der Bowmore House Burger. Coleman's Senf auf dem Bun rundet die Sache entsprechend ab.



Variante Nr. 2 ist bzgl. der Definition von Surf'n'Turf etwas weiter gefasst aber nichtsdestotrotz auch sehr lecker. Galloway-Patty, Mangalitza-Lardo, gegrillter Oktopus und Tomaten-Chili-Salsa bilden eine tolle Symbiose, die mit jeder Menge Geschmack (Galloway und Lardo!) und Crunch (gegrillter Oktopus) den Gaumen trifft! Avocadocreme auf den beiden Bunhälften trägt zu einer Intensivierung dieses Genusses bei...

Dieser Burger wird auch die Basis eines in naher Zukunft erscheinenden Beitrages sein, wo es darum geht, die Entstehung eines Burger von der Idee bis hin zum fertigen Produkt etwas genauer zu umreissen...


Dienstag, 19. Juli 2016

Viele Burger und die Schreiberei


Der ein oder andere hat es vielleicht schon gemerkt, Burger stehen bei uns seit einiger Zeit mit einer gewissen Regelmässigkeit auf dem Speiseplan. Nicht ohne Grund, denn auch ich arbeite an einem Burgerbuch, das im nächsten Frühjahr in den Läden stehen soll.

Noch ein Burgerbuch? Ja, noch eins... aber ich denke, es wird anders sein, als das, was zur Zeit auf dem Markt ist. Ich habe eine Liste mit ca. 90 verschiedenen Burgern. Wenn ich es zeitlich schaffe und alle umsetzen kann, dann wird es zumindest das Buch mit den meisten Burgerrezepten. Das Burger Unser hat schon 68 (und nicht 70), hier werden es definitiv mehr. Wo wir schon beim Burger Unser sind: mit der Bildqualität werde ich nicht mithalten könnten, Studio-Food-Fotografie vom Feinsten. Bei mir wird es wieder ehrliche Bilder geben. Gute Qualität gewiss, aber von einem warmen, frisch zubereiteten Produkt, das hinterher auch noch warm gegessen wurde. Das ist ein Anspruch an mich selbst. Es werden auch einige Saucen und Toppings drin sein, die ich in den verschiedensten Rezepten einsetzen werde, auch ein Kapitel mit Fritten wird vertreten sein, zumindest ist das bis jetzt immer noch mein ambitionierter Plan.



Verschiedene Verbesserungsvorschläge, die als Feedback meines ersten Buches bei mir eingegangen sind, werde ich ebenfalls berücksichtigen:
  • Die Papierqualität wird deutlich besser sein. Es ist noch nicht ganz klar, ob ich über einen Verlag veröffentlichen werde oder ob ich selbst in die Hand nehme (nehmen muss). Wenn ich selbst drucken lasse, wird es auf alle Fälle ein schwereres Fotodruckpapier, wahrscheinlich 130 g (im Gegensatz zu den 90 g, die das Papier vom ersten Buch hatte).
  • Das Format wird grösser, an Stelle von DIN A5 wird das neue Buch sehr wahrscheinlich in einem Format von 20 x 20 cm daherkommen.
  • Das Buch wird dicker! mehr als 70 oder 80 Burgerrezepte brauchen Platz und so gehe ich aktuell von einer Seitenzahl von ca. 260 aus!
  • Nach meiner jetzigen Schätzung wird der Preis bei ca. CHF 40 liegen.

Abhängig von der Art und Weise, ob Verlag- oder Selbstveröffentlichung, werde ich evtl. auf Vorbestellungen angewiesen sein. Wer sich also sicher ist, dass er das Buch auf jeden Fall möchte, der kann mir natürlich jetzt schon eine Nachricht schicken, ansonsten werde ich zu gegebener Zeit nochmals über die Möglichkeit (bzw. die Notwendigkeit) der Vorbestellung informieren...


Freitag, 24. Juni 2016

Bücher, Bücher, Bücher


An dieser Stelle möchte ich zwei Bücher vorstellen, die vor einiger Zeit die Burgerszene wirklich ordentlich aufgemischt haben:


Zwischenzeitlich hat es ja bereits zahlreiche Rezensionen gegeben, weshalb ich an dieser Stelle nicht mehr in alle Details eingehen möchte und die Dinge, die schon mehrfach geschrieben wurden, nochmals zu wiederholen.

Den Anfang mache ich mit dem Burger Unser. Der erste Eindruck vermittelt definitiv, dass man hier ein hochwertiges Buch in den Händen hält. Hardcover, ein ordentliches Gewicht und ein edles, gleichzeitig schlichtes Cover.

Die Bandbreite des Inhalts ist ebenfalls hervorragend: von allgemeinem Hintergrundwissen über Buns, Saucen, Toppings bis hin zu wirklich ausgefallenen Burgerkreationen ist alles dabei, was das Herz Burgerliebhabers höher schlagen und den Gaumen frohlocken lässt. Insgesamt 68 verschiedene Burgerrezepte habe ich gezählt (die im Buch erwähnten 70 finde ich nicht, aber sei es drum), das legt die Messlatte definitiv auf ein neues Level.

Eine Klasse für sich sind die absolut perfekten Hochglanzbilder der Produkte. Und jetzt wird sich der ein oder andere wundern, warum ich genau an dieser Stelle meckere. Denn mir persönlich sind die Bilder zu perfekt, das ist klassische Foodfotografie vom feinsten. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie hier mit Pinzette, Pipette und welchen Hilfsmitteln auch immer gearbeitet wurde. Wer ein Bilderbuch mag, richtig gute Fotos bestaunen will, der ist komplett richtig. Für Leute, die gerne nachkochen und auch ein vergleichbares Produkt wie auf dem Bild haben möchten, klafft eben eine Lücke. Da ich selbst bereits zahlreiche Burger selbst gemacht und fotografiert habe (diese danach auch warm verspeist habe), masse ich mir an, dass ich diesen Punkt etwas realistischer einschätzen kann. Es ist klagen auf hohem Niveau, definitiv.

Ein weiterer "Kritikpunkt", der aber einfach mit meinem persönlichen Gusto zu tun hat, ist der Schreibstil: natürlich hat man das biblische Thema aufgegriffen, aber ich denke, diese Art muss man mögen. Mein Ding ist es nicht, aber das schmälert in keinster Weise die Sache. Mir geht es um den Inhalt, um die Rezepte. Das ist alles einwandfrei, daher von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch.

Nun zum zweiten Buch, der Burger Bibel. Namentlich liegen die beiden Bücher sehr nahe beieinander, sind dann aber in der Ausführung unterschiedlich.

Auch hier wird eine gute Bandbreite an Informationen und Rezepten abgedeckt: Hintergrundinfos zum Thema Fleisch, Saucen, Toppings und natürlich eine ordentliche Portion abwechslungsreicher Burgerrezepte. 24 Stück an der Zahl, deutlich weniger als im Burger Unser.

Nun geht es zu den beiden Punkten, die ich auch beim ersten Buch etwas näher beleuchtet habe, zuerst die Bilder. Auch hier hat es schöne Bilder der fertigen Produkte, die mir persönlich authentischer erscheinen. Gewiss wurde auch hier im Fotostudio etwas nachgeholfen, aber man bekommt als Hobbykoch und -fotograf durchaus das Gefühl, dass man einerseits das Produkt, aber auch die Bilder, so hinbekommen könnte.

Der zweite Punkt, der Schreibstil. Auch hier punktet die Burger Bibel (zumindest bezogen auf meinen persönlichen Geschmack), die biblischen "Anwandlungen" empfinde ich als weniger aufdringlich, die "10 Gebote", die immer wieder mit eingearbeitet sind, lassen sich für mich leichter ausblenden und überlesen. Auch hier ist es kein richtiger Kritikpunkt, da es gewiss Leser gibt, die diese Art lieben werden. Inhaltlich werden tolle Rezepte geboten, die zum Ausprobieren anregen, so sollte ein Kochbuch schliesslich sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier zwei wirklich tolle Bücher vorliegen, die man als Burgerliebhaber definitv im Buchregal haben sollte.


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Mittwoch, 1. Juni 2016

Das Salz in der Suppe...


... in diesem Fall wohl aber eher: der Rub auf dem Fleisch.

Ein wichtiger Bestandteil beim Kochen sind Gewürze, im BBQ-Bereich meistens als Mischungen vorliegend, den sogenannten Rubs.

Wie viele andere auch, bin ich irgendwann dazu übergegangen, meine Rubs selbst zu mischen. Da ich beispielsweise den hohen Zuckeranteil in vielen Mischungen nicht mag, findet sich in meinen Rubs im Regelfall nur wenig bis gar kein Zucker. Und auch ohne Zucker bekommt man eine schöne Kruste auf das Fleisch, auch wenn es Leute gibt, die der Meinung sind, dass dies nicht funktioniert.

Entstanden ist die Idee eigentlich nur für den Hausgebrauch, mit der Zeit wurde ich aber aus dem persönlichen Umfeld immer wieder gefragt, ob die Rubs auch käuflich zu erwerben wären, weshalb ich immer wieder den ein oder anderen mit meinen Rubs versorge.

Die anfängliche Palette war, mit einem Standardrubs und einem für Fisch, sehr übersichtlich. Zwischenzeitlich ist das Portfolio grösser geworden und besteht aktuell aus folgenden:
  • Red Dust: Rind, Schwein, Geflügel, Burger
  • Onion Bomb: Rind, Schwein, Geflügel, Burger
  • Ocean Dust: Meeresfrüchte, Fisch, Wild
  • Coffee Dust: Rind, Schwein, Geflügel, Lamm
  • Hellas Dust: Gyros, Schwein
  • Brisket Dust: Brisket, Rind
  • Pig Dust: Pulled Pork, Schwein
  • Bacon Dust: Geflügel
  • Rib Dust: Spareribs, Babyback Ribs (Rind und Schwein)
  • Cajun Dust: Chili con Carne, mexikanisch
  • Cherry Kiss: Rind, Schwein, Geflügel, Fisch (insbesondere Lachs)
  • Apple Kiss: Spareribs, Babyback Ribs (bevorzugt Schwein)
  • Swiss Dalmatian: Rind, Schwein, Geflügel, Burger
  • High 5!: natürlicher Geschmacksverstärker (besonders gut für Burger, einfach zusätzlich zu den üblichen Gewürzen hinzufügen)
Sollte an einem meiner Rubs Interesse bestehen, schickt mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular, dann kann ich die jeweiligen Preise durchgeben.


Mittwoch, 18. Mai 2016

Büffelburger


Nachdem ich im Februar bereits von yourbeef.de Dry Aged Beef-Abschnitte für Burger zur Verfügung gestellt bekommen habe, bin ich nun seit einiger Zeit mit Bastian von bueffelbill.com in Kontakt und auch hier habe ich ein schönes Stück Fleisch bekommen, das ich zu Burgern verarbeitet habe, ca. 5 Wochen bei 1 °C im Vakuum gereift. Konkret handelte es sich um ein Ribeye ohne Knochen, aus meiner Sicht mit einem idealen Verhältnis von Fleisch und Fett.

Gewolft wurde das Fleisch mit der 8 mm Scheibe, nachdem ich zuvor schon etwas zurechtgeschnitten hatte. In diesem konkreten Fall wurde lediglich mit Fleur de Sel gewürzt, ich habe hier ein sehr gutes Salz von Mauritius.

Belegt wurde das ganze, neben einem Blatt Salat, lediglich mit Cheddarkäse und einem Sauerkirsch-Chutney, das den Geschmack des Büffelfleisches wirklich hervorragend unterstrichen hat.

Dieses Rezept, inklusive dem für das Chutney, wird es defnitiv in meinem Burgerbuch geben, ein weiterer Büffelburger (mit Büffelmozzarella vom gleichen Anbieter) ist noch in Planung und sollte dann auch dort Unterschlupf finden!

Danke nochmals an den Fleischsponsor und noch ein Hinweis für alle, die schon einmal Büffelfleisch gegessen aber nicht sehr begeistert davon waren: die Ware aus Italien, die ich hier vorliegenden hatte, war hervorragend und geschmacklich alles andere als langweilig und nichtssagend!






P.S.: Vom dem Ribeye am Stück hatte ich mir auch noch eine Scheibe Steak heruntergeschnitten, ebenfalls nur mit Fleur de Sel gewürzt und auf Holzkohle scharf angebraten... geschmacklich ein absolutes Gedicht!




Die Facebookseite von Büffel-Bill findet ihr übrigens hier: https://www.facebook.com/bueffelbill

Freitag, 13. Mai 2016

Es geht um die Wurst...


Nachdem wir bei dem Besuch im Januar bei Yourbeef.de die Möglichkeit hatten, frisch gemachte Bratwürste zu geniessen und ich einen Fleischwolf mit Wurstaufsatz zu Hause habe, war es nur eine Frage der Zeit, bis die erste eigene Wurst produziert wurde.

Vor kurzem war es dann soweit und nachdem der Schweinedarm im Kaliber 28/30 besorgt war, konnte es losgehen. Erst einmal einen Schweinenacken gewürfelt, gewürzt und durch den Wolf gejagt. Dann den Wurstaufsatz drauf und das Brät in den Darm gejagt. Klingt einfach, ist es prinzipiell auch. Mit ein bisschen Übung kommt man recht schnell zu einem vorzeigbaren Ergebnis. Dann natürlich gleich die Kostprobe... und das Resultat war überzeugend. So überzeugend, dass kurz darauf nochmal ein zweites Mal gewurstet wurde, Stichwort "Bärlauchbratwürste", und im Anschluss daran auch gleich ein richtiger Wurstfüller bestellt wurde, mit dem die Arbeit noch besser von der Hand gehen sollte.

Es wird definitiv immer wieder mal Bratwürste in verschiedensten Variationen geben, ihr dürft also gespannt sein, was da noch kommt...









Donnerstag, 7. April 2016

Einfach und lecker


Einfach, genial und ziemlich lecker! Meine persönliche Interpretation dessen, was als der Ursprung des Hamburgers gilt (es gibt jedoch mehrere Lokalitäten in den USA, die diesen Anspruch für sich erheben), zumindest habe ich mich für diese Variante entschieden: Louis' Lunch Hamburger Sandwich. Toastscheiben, die mit Käsecreme bestrichen werden, darauf dann ein Rindfleischpattie mit Tomate und Zwiebeln als Topping. Definitiv "NO Ketchup". Ich war ehrlich gesagt selbst sehr überrascht, absolut lecker mit hoher Wiederholungsgefahr!





Donnerstag, 17. März 2016

Neue Burger braucht das Land


Ich hatte es ja in einem vorherigen Beitrag schon angekündigt, dass ich ein paar Zutaten bekommen habe, welche ich in Burger einarbeiten möchte. Und falls sich jemand wundert, warum es hier seit einiger Zeit sehr viel mit dem Schwerpunkt "Burger" zu sehen gibt, so ist das relativ leicht zu erklären: ich arbeite an meinem zweiten Buchprojekt und es wird ein Burgerbuch. Da gibt es also viel zu grillen und zu probieren, denn jeder der mindestens 50 Burger muss zubereitet und dann fotografiert... und auch noch gegessen werden.

Doch zurück zu den Zutaten, die ich angesprochen hatte...

Da war einerseits Haggis. Haggis habe ich bei meiner Schottlandtour 2013 lieben gelernt und in verschiedensten Kombinationen verspeist... einfach nur angebraten oder zum Türmchen geschichtet zusammen mit Black Pudding und einer feinen Sauce... alles wirklich sehr lecker... wenn man Haggis mag!

Für diesen Burger habe ich den Haggis erst einmal gekocht, dann in Scheiben geschnitten und nochmals angebraten. Zusammen mit dem Rindfleischpattie und der Whisky-Sahne-Sauce einfach traumhaft... Natürlich wurde das alles nicht in einem normalen Bun serviert sondern stilecht in einem frisch gebackenen Scone.



Eine weitere Kreation, die im eigentlichen Sinne garnicht sehr spektakulär ist, ist ein einfacher Cheeseburger. Ok, nicht ganz so einfach, denn die Details sind nicht ganz offensichtlich. Für den Pattie gab es kein normales Rindfleisch, sondern Dry Aged Beef Abschnitte von Yourbeef.de, danke nochmals an Stefan, die ich dann selbst durch den Wolf gejagt habe, gewürzt mit etwas Salz. Dazu einen gereiften Cheddarkäse. Ein Salatblatt. Alles serviert im frischen Briochebun. Mehr braucht es nicht für den vollen Beefgeschmack! Eine Aromenexplosion!



Etwas schnörkeliger wurde es dann wieder beim Toreroburger, mit einem Rinderpattie mit Räucherpaprika und  gehackten Oliven verfeinert, einem Topping aus getrockneten Tomaten, Pimiento de padron, karamellisierten Zwiebeln und spanischem Käse. Abgerundet wurde das ganze dann noch mit leckeren Chorizochips... das Briochebun mit Chiliflocken war genau die richtige Ummantelung dafür.



Last but not least... eine Hommage an meinen 8-wöchigen Neuseelandaufenthalt vor 2 Jahren. Viele verbinden mit Neuseeland typischerweise Lamm. Das ist auch richtig, denn fast jedes Stück Lamm, das man hier in Europa zu kaufen bekommt, ist aus Neuseeland. Dafür bekommt man auch in Neuseeland kaum Lammfleisch, eher Schaf und Hammel. Und jede Menge Rind. Aber ich schweife ab. Zurück zum Burger. Typisch für Neuseeland ist aber auch die Passion für Rote Beete, üblicherweise nicht mein Lieblingsgemüse. Aber in einem kleinen Restaurant mitten in der Pampa habe ich eine Variante mit Ziegenfrischkäse bekommen, die mir wirklich sehr gut geschmeckt hat und die in ähnlicher Form hier nun für den Burger als Topping hergehalten hat. Passt hervorragend zu Lamm und schmeckt auch mehr. Zusammen mit der Scheibe Ziegenkäse auf dem Pattie und einer Scheibe krossem Bacon ein gutes Gesamtpaket!