Dienstag, 19. Juli 2016

Viele Burger und die Schreiberei


Der ein oder andere hat es vielleicht schon gemerkt, Burger stehen bei uns seit einiger Zeit mit einer gewissen Regelmässigkeit auf dem Speiseplan. Nicht ohne Grund, denn auch ich arbeite an einem Burgerbuch, das im nächsten Frühjahr in den Läden stehen soll.

Noch ein Burgerbuch? Ja, noch eins... aber ich denke, es wird anders sein, als das, was zur Zeit auf dem Markt ist. Ich habe eine Liste mit ca. 90 verschiedenen Burgern. Wenn ich es zeitlich schaffe und alle umsetzen kann, dann wird es zumindest das Buch mit den meisten Burgerrezepten. Das Burger Unser hat schon 68 (und nicht 70), hier werden es definitiv mehr. Wo wir schon beim Burger Unser sind: mit der Bildqualität werde ich nicht mithalten könnten, Studio-Food-Fotografie vom Feinsten. Bei mir wird es wieder ehrliche Bilder geben. Gute Qualität gewiss, aber von einem warmen, frisch zubereiteten Produkt, das hinterher auch noch warm gegessen wurde. Das ist ein Anspruch an mich selbst. Es werden auch einige Saucen und Toppings drin sein, die ich in den verschiedensten Rezepten einsetzen werde, auch ein Kapitel mit Fritten wird vertreten sein, zumindest ist das bis jetzt immer noch mein ambitionierter Plan.



Verschiedene Verbesserungsvorschläge, die als Feedback meines ersten Buches bei mir eingegangen sind, werde ich ebenfalls berücksichtigen:
  • Die Papierqualität wird deutlich besser sein. Es ist noch nicht ganz klar, ob ich über einen Verlag veröffentlichen werde oder ob ich selbst in die Hand nehme (nehmen muss). Wenn ich selbst drucken lasse, wird es auf alle Fälle ein schwereres Fotodruckpapier, wahrscheinlich 130 g (im Gegensatz zu den 90 g, die das Papier vom ersten Buch hatte).
  • Das Format wird grösser, an Stelle von DIN A5 wird das neue Buch sehr wahrscheinlich in einem Format von 20 x 20 cm daherkommen.
  • Das Buch wird dicker! mehr als 70 oder 80 Burgerrezepte brauchen Platz und so gehe ich aktuell von einer Seitenzahl von ca. 260 aus!
  • Nach meiner jetzigen Schätzung wird der Preis bei ca. CHF 40 liegen.

Abhängig von der Art und Weise, ob Verlag- oder Selbstveröffentlichung, werde ich evtl. auf Vorbestellungen angewiesen sein. Wer sich also sicher ist, dass er das Buch auf jeden Fall möchte, der kann mir natürlich jetzt schon eine Nachricht schicken, ansonsten werde ich zu gegebener Zeit nochmals über die Möglichkeit (bzw. die Notwendigkeit) der Vorbestellung informieren...


Freitag, 24. Juni 2016

Bücher, Bücher, Bücher


An dieser Stelle möchte ich zwei Bücher vorstellen, die vor einiger Zeit die Burgerszene wirklich ordentlich aufgemischt haben:


Zwischenzeitlich hat es ja bereits zahlreiche Rezensionen gegeben, weshalb ich an dieser Stelle nicht mehr in alle Details eingehen möchte und die Dinge, die schon mehrfach geschrieben wurden, nochmals zu wiederholen.

Den Anfang mache ich mit dem Burger Unser. Der erste Eindruck vermittelt definitiv, dass man hier ein hochwertiges Buch in den Händen hält. Hardcover, ein ordentliches Gewicht und ein edles, gleichzeitig schlichtes Cover.

Die Bandbreite des Inhalts ist ebenfalls hervorragend: von allgemeinem Hintergrundwissen über Buns, Saucen, Toppings bis hin zu wirklich ausgefallenen Burgerkreationen ist alles dabei, was das Herz Burgerliebhabers höher schlagen und den Gaumen frohlocken lässt. Insgesamt 68 verschiedene Burgerrezepte habe ich gezählt (die im Buch erwähnten 70 finde ich nicht, aber sei es drum), das legt die Messlatte definitiv auf ein neues Level.

Eine Klasse für sich sind die absolut perfekten Hochglanzbilder der Produkte. Und jetzt wird sich der ein oder andere wundern, warum ich genau an dieser Stelle meckere. Denn mir persönlich sind die Bilder zu perfekt, das ist klassische Foodfotografie vom feinsten. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie hier mit Pinzette, Pipette und welchen Hilfsmitteln auch immer gearbeitet wurde. Wer ein Bilderbuch mag, richtig gute Fotos bestaunen will, der ist komplett richtig. Für Leute, die gerne nachkochen und auch ein vergleichbares Produkt wie auf dem Bild haben möchten, klafft eben eine Lücke. Da ich selbst bereits zahlreiche Burger selbst gemacht und fotografiert habe (diese danach auch warm verspeist habe), masse ich mir an, dass ich diesen Punkt etwas realistischer einschätzen kann. Es ist klagen auf hohem Niveau, definitiv.

Ein weiterer "Kritikpunkt", der aber einfach mit meinem persönlichen Gusto zu tun hat, ist der Schreibstil: natürlich hat man das biblische Thema aufgegriffen, aber ich denke, diese Art muss man mögen. Mein Ding ist es nicht, aber das schmälert in keinster Weise die Sache. Mir geht es um den Inhalt, um die Rezepte. Das ist alles einwandfrei, daher von mir eine klare Empfehlung für dieses Buch.

Nun zum zweiten Buch, der Burger Bibel. Namentlich liegen die beiden Bücher sehr nahe beieinander, sind dann aber in der Ausführung unterschiedlich.

Auch hier wird eine gute Bandbreite an Informationen und Rezepten abgedeckt: Hintergrundinfos zum Thema Fleisch, Saucen, Toppings und natürlich eine ordentliche Portion abwechslungsreicher Burgerrezepte. 24 Stück an der Zahl, deutlich weniger als im Burger Unser.

Nun geht es zu den beiden Punkten, die ich auch beim ersten Buch etwas näher beleuchtet habe, zuerst die Bilder. Auch hier hat es schöne Bilder der fertigen Produkte, die mir persönlich authentischer erscheinen. Gewiss wurde auch hier im Fotostudio etwas nachgeholfen, aber man bekommt als Hobbykoch und -fotograf durchaus das Gefühl, dass man einerseits das Produkt, aber auch die Bilder, so hinbekommen könnte.

Der zweite Punkt, der Schreibstil. Auch hier punktet die Burger Bibel (zumindest bezogen auf meinen persönlichen Geschmack), die biblischen "Anwandlungen" empfinde ich als weniger aufdringlich, die "10 Gebote", die immer wieder mit eingearbeitet sind, lassen sich für mich leichter ausblenden und überlesen. Auch hier ist es kein richtiger Kritikpunkt, da es gewiss Leser gibt, die diese Art lieben werden. Inhaltlich werden tolle Rezepte geboten, die zum Ausprobieren anregen, so sollte ein Kochbuch schliesslich sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hier zwei wirklich tolle Bücher vorliegen, die man als Burgerliebhaber definitv im Buchregal haben sollte.


Mit (*) gekennzeichnete Links sind sogenannte Affiliatelinks.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Das Salz in der Suppe...


... in diesem Fall wohl aber eher: der Rub auf dem Fleisch.

Ein wichtiger Bestandteil beim Kochen sind Gewürze, im BBQ-Bereich meistens als Mischungen vorliegend, den sogenannten Rubs.

Wie viele andere auch, bin ich irgendwann dazu übergegangen, meine Rubs selbst zu mischen. Da ich beispielsweise den hohen Zuckeranteil in vielen Mischungen nicht mag, findet sich in meinen Rubs im Regelfall nur wenig bis gar kein Zucker. Und auch ohne Zucker bekommt man eine schöne Kruste auf das Fleisch, auch wenn es Leute gibt, die der Meinung sind, dass dies nicht funktioniert.

Entstanden ist die Idee eigentlich nur für den Hausgebrauch, mit der Zeit wurde ich aber aus dem persönlichen Umfeld immer wieder gefragt, ob die Rubs auch käuflich zu erwerben wären, weshalb ich immer wieder den ein oder anderen mit meinen Rubs versorge.

Die anfängliche Palette war, mit einem Standardrubs und einem für Fisch, sehr übersichtlich. Zwischenzeitlich ist das Portfolio grösser geworden und besteht aktuell aus folgenden:
  • Red Dust: Rind, Schwein, Geflügel, Burger
  • Onion Bomb: Rind, Schwein, Geflügel, Burger
  • Ocean Dust: Meeresfrüchte, Fisch, Wild
  • Coffee Dust: Rind, Schwein, Geflügel, Lamm
  • Hellas Dust: Gyros, Schwein
  • Brisket Dust: Brisket, Rind
  • Pig Dust: Pulled Pork, Schwein
  • Bacon Dust: Geflügel
  • Rib Dust: Spareribs, Babyback Ribs (Rind und Schwein)
  • Cajun Dust: Chili con Carne, mexikanisch
  • Cherry Kiss: Rind, Schwein, Geflügel, Fisch (insbesondere Lachs)
  • Apple Kiss: Spareribs, Babyback Ribs (bevorzugt Schwein)
  • Swiss Dalmatian: Rind, Schwein, Geflügel, Burger
  • High 5!: natürlicher Geschmacksverstärker (besonders gut für Burger, einfach zusätzlich zu den üblichen Gewürzen hinzufügen)
Sollte an einem meiner Rubs Interesse bestehen, schickt mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular, dann kann ich die jeweiligen Preise durchgeben.


Mittwoch, 18. Mai 2016

Büffelburger


Nachdem ich im Februar bereits von yourbeef.de Dry Aged Beef-Abschnitte für Burger zur Verfügung gestellt bekommen habe, bin ich nun seit einiger Zeit mit Bastian von bueffelbill.com in Kontakt und auch hier habe ich ein schönes Stück Fleisch bekommen, das ich zu Burgern verarbeitet habe, ca. 5 Wochen bei 1 °C im Vakuum gereift. Konkret handelte es sich um ein Ribeye ohne Knochen, aus meiner Sicht mit einem idealen Verhältnis von Fleisch und Fett.

Gewolft wurde das Fleisch mit der 8 mm Scheibe, nachdem ich zuvor schon etwas zurechtgeschnitten hatte. In diesem konkreten Fall wurde lediglich mit Fleur de Sel gewürzt, ich habe hier ein sehr gutes Salz von Mauritius.

Belegt wurde das ganze, neben einem Blatt Salat, lediglich mit Cheddarkäse und einem Sauerkirsch-Chutney, das den Geschmack des Büffelfleisches wirklich hervorragend unterstrichen hat.

Dieses Rezept, inklusive dem für das Chutney, wird es defnitiv in meinem Burgerbuch geben, ein weiterer Büffelburger (mit Büffelmozzarella vom gleichen Anbieter) ist noch in Planung und sollte dann auch dort Unterschlupf finden!

Danke nochmals an den Fleischsponsor und noch ein Hinweis für alle, die schon einmal Büffelfleisch gegessen aber nicht sehr begeistert davon waren: die Ware aus Italien, die ich hier vorliegenden hatte, war hervorragend und geschmacklich alles andere als langweilig und nichtssagend!






P.S.: Vom dem Ribeye am Stück hatte ich mir auch noch eine Scheibe Steak heruntergeschnitten, ebenfalls nur mit Fleur de Sel gewürzt und auf Holzkohle scharf angebraten... geschmacklich ein absolutes Gedicht!




Die Facebookseite von Büffel-Bill findet ihr übrigens hier: https://www.facebook.com/bueffelbill

Freitag, 13. Mai 2016

Es geht um die Wurst...


Nachdem wir bei dem Besuch im Januar bei Yourbeef.de die Möglichkeit hatten, frisch gemachte Bratwürste zu geniessen und ich einen Fleischwolf mit Wurstaufsatz zu Hause habe, war es nur eine Frage der Zeit, bis die erste eigene Wurst produziert wurde.

Vor kurzem war es dann soweit und nachdem der Schweinedarm im Kaliber 28/30 besorgt war, konnte es losgehen. Erst einmal einen Schweinenacken gewürfelt, gewürzt und durch den Wolf gejagt. Dann den Wurstaufsatz drauf und das Brät in den Darm gejagt. Klingt einfach, ist es prinzipiell auch. Mit ein bisschen Übung kommt man recht schnell zu einem vorzeigbaren Ergebnis. Dann natürlich gleich die Kostprobe... und das Resultat war überzeugend. So überzeugend, dass kurz darauf nochmal ein zweites Mal gewurstet wurde, Stichwort "Bärlauchbratwürste", und im Anschluss daran auch gleich ein richtiger Wurstfüller bestellt wurde, mit dem die Arbeit noch besser von der Hand gehen sollte.

Es wird definitiv immer wieder mal Bratwürste in verschiedensten Variationen geben, ihr dürft also gespannt sein, was da noch kommt...









Donnerstag, 7. April 2016

Einfach und lecker


Einfach, genial und ziemlich lecker! Meine persönliche Interpretation dessen, was als der Ursprung des Hamburgers gilt (es gibt jedoch mehrere Lokalitäten in den USA, die diesen Anspruch für sich erheben), zumindest habe ich mich für diese Variante entschieden: Louis' Lunch Hamburger Sandwich. Toastscheiben, die mit Käsecreme bestrichen werden, darauf dann ein Rindfleischpattie mit Tomate und Zwiebeln als Topping. Definitiv "NO Ketchup". Ich war ehrlich gesagt selbst sehr überrascht, absolut lecker mit hoher Wiederholungsgefahr!





Donnerstag, 17. März 2016

Neue Burger braucht das Land


Ich hatte es ja in einem vorherigen Beitrag schon angekündigt, dass ich ein paar Zutaten bekommen habe, welche ich in Burger einarbeiten möchte. Und falls sich jemand wundert, warum es hier seit einiger Zeit sehr viel mit dem Schwerpunkt "Burger" zu sehen gibt, so ist das relativ leicht zu erklären: ich arbeite an meinem zweiten Buchprojekt und es wird ein Burgerbuch. Da gibt es also viel zu grillen und zu probieren, denn jeder der mindestens 50 Burger muss zubereitet und dann fotografiert... und auch noch gegessen werden.

Doch zurück zu den Zutaten, die ich angesprochen hatte...

Da war einerseits Haggis. Haggis habe ich bei meiner Schottlandtour 2013 lieben gelernt und in verschiedensten Kombinationen verspeist... einfach nur angebraten oder zum Türmchen geschichtet zusammen mit Black Pudding und einer feinen Sauce... alles wirklich sehr lecker... wenn man Haggis mag!

Für diesen Burger habe ich den Haggis erst einmal gekocht, dann in Scheiben geschnitten und nochmals angebraten. Zusammen mit dem Rindfleischpattie und der Whisky-Sahne-Sauce einfach traumhaft... Natürlich wurde das alles nicht in einem normalen Bun serviert sondern stilecht in einem frisch gebackenen Scone.



Eine weitere Kreation, die im eigentlichen Sinne garnicht sehr spektakulär ist, ist ein einfacher Cheeseburger. Ok, nicht ganz so einfach, denn die Details sind nicht ganz offensichtlich. Für den Pattie gab es kein normales Rindfleisch, sondern Dry Aged Beef Abschnitte von Yourbeef.de, danke nochmals an Stefan, die ich dann selbst durch den Wolf gejagt habe, gewürzt mit etwas Salz. Dazu einen gereiften Cheddarkäse. Ein Salatblatt. Alles serviert im frischen Briochebun. Mehr braucht es nicht für den vollen Beefgeschmack! Eine Aromenexplosion!



Etwas schnörkeliger wurde es dann wieder beim Toreroburger, mit einem Rinderpattie mit Räucherpaprika und  gehackten Oliven verfeinert, einem Topping aus getrockneten Tomaten, Pimiento de padron, karamellisierten Zwiebeln und spanischem Käse. Abgerundet wurde das ganze dann noch mit leckeren Chorizochips... das Briochebun mit Chiliflocken war genau die richtige Ummantelung dafür.



Last but not least... eine Hommage an meinen 8-wöchigen Neuseelandaufenthalt vor 2 Jahren. Viele verbinden mit Neuseeland typischerweise Lamm. Das ist auch richtig, denn fast jedes Stück Lamm, das man hier in Europa zu kaufen bekommt, ist aus Neuseeland. Dafür bekommt man auch in Neuseeland kaum Lammfleisch, eher Schaf und Hammel. Und jede Menge Rind. Aber ich schweife ab. Zurück zum Burger. Typisch für Neuseeland ist aber auch die Passion für Rote Beete, üblicherweise nicht mein Lieblingsgemüse. Aber in einem kleinen Restaurant mitten in der Pampa habe ich eine Variante mit Ziegenfrischkäse bekommen, die mir wirklich sehr gut geschmeckt hat und die in ähnlicher Form hier nun für den Burger als Topping hergehalten hat. Passt hervorragend zu Lamm und schmeckt auch mehr. Zusammen mit der Scheibe Ziegenkäse auf dem Pattie und einer Scheibe krossem Bacon ein gutes Gesamtpaket!



Dienstag, 1. März 2016

Pulled Pork


Pulled Pork gehört zu meinem ersten Gericht aus dem klassischen amerikanischen BBQ, das ich vor einigen Jahren kennengelernt habe... und es war auf Anhieb genau mein Geschmack. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass mein einfacher Grill mit Lavasteinen nicht unbedingt das optimale Grillgerät ist und nach der Empfehlung von Camillo habe ich mir einen Outdoorchef Ascona 570 MX angeschafft. Die Wahl fiel auf einen Gasgrill, da andere Grills, wie z.B. mit Holzkohle nicht erlaubt waren für den Balkon. Eines der ersten Gerichte, dass ich auf diesem Grill dann gemacht habe, war ein Pulled Pork. Es war gut, wenn auch verbesserungswürdig.

Zwischenzeitlich grille ich zwar immer noch mit dem ODC, ein Monolith ist aber auch dazugekommen und wenn es nicht unbedingt schnell gehen muss, bevorzuge ich diesen holzkohlebefeuerten Grill. Speziell beim Pulled Pork muss ich sagen, dass der Keramikgrill ein wesentlich besserers Ergebnis liefert (wenngleich es auch lecker vom Gasgrill kommt), aber mit der Zeit wird man einfach anspruchsvoller, was das Resultat angeht.

Pulled Pork kommt in regelmässigen Abständen auf den Teller, die Zubereitungszeit ist mti ca. 10 Stunden ohne extrem frühes Aufstehen machbar, die Zubereitung selbst ist absolut stressfrei, wenn die Kiste mal angefeuert ist. Da bleibt genug Zeit, um am Samstag die Einkäufe zu erledigen oder, wie beim letzten Mal, noch ein paar Buns bzw. Toasties zu backen. Toasties habe ich vor einiger Zeit ausprobiert und sie haben mir echt begeistert. Definitiv eine gute Alternative zum standardmässigen Brioche Bun.




Freitag, 19. Februar 2016

Neue Ware für neue Ideen


Letzten Freitag und Samstag waren wir mal wieder in Deutschland unterwegs, verbunden mit diversen Besuchen.

Ein weiterer Nebeneffekt dieses Besuches: ich konnte einerseits zwei Lieferung Haggis (frisch und in Dosen) sowie Dry Aged Beef Abschnitte von Yourbeef.de in Empfang nehmen. Beides Zutaten, die ich nur zu gerne in neuen Burgerkreationen verarbeiten möchte.

Aufgrund meiner Passion für schotttischen Single Malt und auch durchaus zur rustikalen schottischen Küche, drängt es sich für mich förmlich auf, eine schottische Nationalspeise, nämlich Haggis, in eine meiner Burger einfliessen zu lassen. Ich denke, dass sich auf diese Weise mit einem rauchigen Islaywhisky in der Sauce, einem Rindfleisch-Pattie und einem zusätzlichen Haggispattie eine vortreffliche Kombination schaffen lässt...



Auch das Dry Aged Beef steht seit dem Besuch in Tübingen auf meiner langen Burgerliste, die in der Zwischenzeit als Vorbereitung und Leitfaden für mein zweites Buchprojekt entstanden ist. Ich denke, dass das Fleisch geschmacklich definitiv für sich alleine spricht und daher nicht sehr viel Beiwerk braucht. Salz und Pfeffer, ein bisschen Salat, eine Scheibe Käse. Serviert in einem leckeren Brioche Bun. Aber es muss eine ordentliche Menge Fleisch sein. Ich tendiere dieses Mal zu einem grösseren Bun und daraus resultierend auch zu einem grösserem Pattie, 200 bis 250 g Fleisch... das klingt nach einem guten Plan.





Da ich eine ausreichende Menge an Dry Aged Beef bekommen habe, wird es wohl auch noch eine zweite Variante mit diesem Fleisch geben, ich habe da eine Variante mit meinem IPA Chimichurri im Hinterkopf, das könnte durchaus auch interessant werden.


Montag, 8. Februar 2016

Fleischeslust


Vor 2 Wochen hatte ich die Möglichkeit zusammen mit den Bloggern von Don Caruso BBQchilis-grillen.debaconzumsteak.devikings-bbq.deFleischbotschafter.deMeat In und Rooftop BBQ Hessen ein wirklich geniales Wochenende auf Einladung von yourbeef.de in Tübingen zu verbringen.

Hinter Yourbeef steckt letztlich die Metzgerei Kiesinger, der Onlineshop, um den sich Stefan Grauer kümmert, mit Dry Aged Rind und Schwein und dieser erfreut sich zwischenzeitlich immer grösserer Beliebtheit.

Nachdem alle aus den verschiedensten Richtungen eingetrudelt waren, startete der Tag mit einer Betriebsführung, beginnend in der Metzgerei, über die Wurstküche bis hinunter in den Keller zur Räucherkammer und den Dry Aging Lagerräumen. Hierdurch konnte die Zeit gut ausgefüllt werden, während Inhaber Harald Kiesinger noch kräftig am Routieren war, um das Tagesgeschäft abzuwickeln.






Eine kleine (naja, so klein war sie dann doch auch wieder nicht) Stärkung bestehend aus Schweinebäckchen in einer genialen Balsamicosauce und Spätzle, wurde eingenommen, dann ging es zum Einchecken ins Hotel, anschliessend wieder zurück in die Kellerräume der Metzgerei, wo der Chef bereits mit geschärften Messern und einer Rinderpistole (Hinterviertel eines Rindes ohne Dünnung) zum Zerlegekurs erwartete.


Mit gekonnten und gezielten Schnitten wurden die einzelnen Bestandteile herausgelöst und der neugierigen Zuhörerschaft alles bis ins Detail erklärt. Nebenbei bemerkt dauert dieses grobe Zerlegen, für das hier gut eine Stunde in Anspruch genommen wurde, im Normalfall ganze NEUN Minuten. Nach und nach schälten sich aus den Fleischbrocken Filet, flache und runde Nuss, Ribeye, Entrecote, Oberschalendeckel, Kachelfleisch, Wade und und und... alles begleitet durch jede Menge Information über Schnitte, Zubereitungstipps und vieles mehr vom Profi.

 










Teil 2 des Zerlegekurses widmete sich dann einer Schweinehälfte. Bisher war ich der Meinung, dass die US Schnitte einerseits anders sind als in Europa (das ist definitiv so) und dass dort mehr der Tiere verwertet wird (was wiederum nicht ganz stimmt). Die Amerikaner benutzen wohl lieber die Säge, und sind bei der Auswahl dann auch sehr wählerisch, einfach nur anders als hier in Europa. Das Stauferico-Schwein, das hier unter die Messer kam, wurde dann auf Wunsch der Anwesenden in allgemein bekannte BBQ Cuts zerlegt, hier war es vor allem einmal interessant, den kompletten Boston Butt, also Schulter inkl. Nacken zu sehen.

Der Zerlegekurs zog sich dann auch in den Abend hinein, so dass es Zeit wurde, die Rindfleischreste zu den bekannten Picantos zu verwursten (und diese Würste sind wirklich sehr lecker), die auch direkt auf dem Grill gelandet sind... als Vorspeise, bevor es dann noch Dry Aged T-Bone Steaks gab!

An dieser Stelle nohmals ein grosses Dankeschön an Camillo und Stefan für die Ermöglichung dieses Trips und natürlich auch an den Meister selbst, an Harald Kiesinger für diesen sehr informativen Tag! Es hat sehr viel Spass gemacht und ich glaube wir haben alle einiges dazugelernt.














Nach einem sehr lustigen Abend in der Bar-Szene von Tübingen - ok, es war nur eine Bar, aber die hat gereicht - gab es noch ein ausgedehntes zweites Frühstück bei Stefan zu Hause.

Tartar vom Dry Aged Rind und Dry Aged Stauerico, Dry Aged Prime Rib mit diversen Beilagen und ein Käsekuchen aus dem Glas... was will man mehr... auf jeden Fall eine sehr gute Grundlage, um die Heimreise anzutreten.

Ein geniales Wochenende, das gerne wiederholt werden kann...